Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wasserlose Waschmaschine spart Energie und Wasser

11.06.2008
Innovatives System schon 2009 serienreif

Ein Forscherteam der University of Leeds hat eine neue Waschmaschine konzipiert, die mit nur einem Glas Wasser pro Waschgang auskommt. Die neue Maschine verbraucht damit nur zwei Prozent der Wassermenge, die eine herkömmliche Waschmaschine für einen Waschgang braucht.

Der gesamte Prozess basiert auf wiederverwendbaren Plastikchips, die die Flecken aus der Kleidung saugen. Bereits im kommenden Jahr soll die innovative Erfindung marktreif sein.

"Die wiederverwendbaren Plastikchips ersetzen sozusagen das Wasser", so Robert Rule, Direktor von Xeros, dem Unternehmen, das die Technologie vermarktet, im pressetext-Interview. Tausende dieser Plastikgranulat-Chips werden gemeinsam mit der Wäsche, einer Tasse Wasser und Waschmittel geschleudert.

Bei dem Vorgang sollen sie der Kleidung die Flecken entziehen und die störenden Partikel absorbieren. Aufgrund ihrer starken Saugkraft können die Chips für bis zu 100 Waschgänge benutzt werden. In Testläufen habe sich das System durchaus bewährt, denn die Erfolge waren gut. "Die meisten herkömmlichen Flecken konnten mit der innovativen Waschmaschine entfernt werden", erklärt Rule. Zur Verbesserung des Systems sei man mit den Waschmittel-Herstellern in Kontakt getreten, um die derzeit am Markt befindlichen Mittel zu verbessern, da ja bei dem neuen System deutlich weniger Wasser verwendet wird.

Neben den gewaltigen Mengen an Wasser, die die innovative Waschmaschine einsparen kann, gibt es noch einen weiteren Vorteil. "Die neue Waschmaschine spart natürlich auch Energie, denn die Wäsche kommt fast vollständig trocken aus der Maschine", erklärt Rule. "Ist ja auch kein Wunder, schließlich ist ja nur eine Tasse Wasser in der Maschine", ergänzt der Firmenchef. Der Einsatz eines Wäschetrockners werde daher überflüssig.

"Wir gehen davon aus, dass die Waschmaschine 2009 in Großbritannien, aber auch in Europa als fertiges Produkt zu kaufen ist." Die Technologie sei gar nichts besonders kompliziert, meint Rule. Daher sei davon auszugehen, dass diese Geräte schon bald für den Endverbraucher weltweit zur Verfügung stehen werden. Äußerlich unterscheidet sich die innovative Waschmaschine von den derzeitig am Markt befindlichen Geräten kaum. "Die Leistung des Verfahrens hat uns selbst erstaunt", meint Stephen Burkinshaw, Professor für Textilchemie an der University of Leeds. Burkinshaw hat das Unternehmen Xeros im Vorjahr gegründet. "Wir haben gezeigt, dass die Methode alle möglichen Verunreinigungen entfernen kann, vom Lippenstift bis zum Kaffeefleck."

Normale Waschmaschinen verbrauchen für einen durchschnittlichen Waschgang rund 35 bis 40 Liter Wasser. Nach Angaben der Umweltorganisation Waterwise http://www.waterwise.org.uk habe die Abwassermenge durch das Wäschewaschen in Großbritannien in den vergangenen 15 Jahren um 23 Prozent zugenommen. Der durchschnittliche britische Haushalt braucht täglich 21 Liter Wasser - das sind 13 Prozent des täglichen Wasserbedarfs - nur zum Wäschewaschen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.xerosltd.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Roboter schafft den Salto rückwärts
17.11.2017 | Boston Dynamics

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte