Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwei TOP500-Höchstleistungsrechner am Leibniz-Rechenzentrum

08.07.2011
Seit Ende Juni 2011 verfügt das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (LRZ) über ein weiteres System unter den 500 leistungsfähigsten Rechnern der Welt: „SuperMIG“ wurde installiert, das Migrationssystem für den Wechsel vom bisherigen Höchstleistungsrechner „HLRB II“ auf den nächsten, von IBM entwickelten Höchstleistungsrechner „SuperMUC“. Dieser wird im Frühjahr 2012 in Betrieb gehen.

In der „Top500-Liste“ rangiert SuperMIG auf Platz 166. Der derzeitige Höchstleistungsrechner SGI Altix 4700 lag 2007 auf Rang 10 und ist inzwischen auf Rang 198 zurückgefallen, eine im Höchstleistungsrechnen normale Entwicklung. SuperMIG ist ein IBM Blade Center System mit 8200 Rechenkernen und 52 Terabyte Hauptspeicher. Es wird später in den neuen „SuperMUC“ integriert werden, um dauerhaft Anwendern, die hohe Hauptspeicherkapazitäten benötigen, zur Verfügung zu stehen.

Eines der Hauptprobleme in der Entwicklung der Rechnertechnik ist der Energieverbrauch. SuperMIG erreicht eine gegenüber dem HLRB II um etwa 10 Prozent höhere Leistung bei einem Stromverbrauch von nur noch etwa einem Fünftel. „Wir legen bei der Entwicklung unserer Höchstleistungsrechner größtes Augenmerk auf die Energieeffizienz. SuperMUC wird gegenüber dem jetzigen Migrationssystem eine weitere, drastische Steigerung der Rechenleistung bei noch deutlich niedrigerem Energieverbrauch bringen. Wir werden dies durch eine innovative Kühlung der Hardware, die beispielsweise Prozessoren und Hauptspeicher mit warmen Wasser kühlt, sowie eine intelligente Steuerung des Betriebs, die an Energieeffizienzaspekten ausgerichtet ist, erreichen“, so Torsten Kurz, IBM Deutschland.

SuperMIG und SuperMUC werden vom Freistaat Bayern und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung kofinanziert und stehen nicht nur Wissenschaftlern in Deutschland, sondern auch aus 21 europäischen Ländern in der Partnership for Advanced Computing in Europe (PRACE) zur Verfügung.

„Mit SuperMIG und SuperMUC setzt das LRZ auf die Anwendung und Weiterent-wicklung neuester Rechnertechnologien, die extrem energieeffizient sind. Durch die sparsame Betriebsweise liefert das LRZ seinen Beitrag zur Energiewende“, sagt Prof. Dr. Arndt Bode, Leiter des LRZ.

Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften auf dem Forschungscampus in Garching ist der Dienstleister auf dem Gebiet der Informationsverarbeitung für die Münchner Hochschulen. Es stellt mit dem Münchner Wissenschaftsnetz (MWN) eine leistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur für die Wissenschaften bereit und betreibt umfangreiche Datensicherungssysteme (Archivierung und Backup). Darüber hinaus ist das LRZ nationales Supercomputing Centre und Teil des Gauss Centre for Supercomputing, das von den drei nationalen Höchstleistungsrechenzentren (Garching, Jülich, Stuttgart) gebildet wird.

Weitere Informationen:
http://www.lrz.de/services/compute/supermuc/
http://www.lrz.de/presse/ereignisse/supermuc-vertrag-2010-12-13/
http://www.gauss-centre.eu
http://www.top500.org

Dr. Ellen Latzin | idw
Weitere Informationen:
http://www.lrz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Mehrkernprozessoren für Mobilität und Industrie 4.0
07.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Wenn das Handy heimlich zuhört: Abwehr ungewollten Audiotrackings durch akustische Cookies
07.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie