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Die Zukunft der Computersysteme: Immer kleiner, immer vernetzter

06.09.2011
Sie sind nur noch so groß wie eine Münze, sind aber bestens vernetzt und die Basis für neue Technologien. Bei einer derzeit laufenden Summer School an der Alpen-Adria-Universität referieren internationale ExpertInnen über die Zukunft neuer vernetzter Computersysteme.

Die ersten Computer, die vor ein paar Jahrzehnten entwickelt und gebaut wurden, füllten noch ganze Räume und arbeiteten isoliert ohne Verbindung mit anderen Computersystemen. Heute können wir die Fülle der Computer, die uns umgeben, gar nicht mehr wahrnehmen: Dafür sind sie viel zu klein und bereits zu stark in unsere Umwelt integriert worden.

Die so genannten „vernetzten und eingebetteten Computer“ sind überall: Im Auto, im Haushalt, im Mobiltelefon, in unserem gesamten Alltag sind wir von ihnen umgeben. Bei der „IEEE/ICE Summer School on Networked Embedded Systems“ diskutieren ExpertInnen über aktuelle und zukünftige Entwicklungs- und Einsatzmöglichkeiten dieser immer kleiner und immer vernetzter werdenden Technologien.

Gegenwärtig sind beispielsweise die so genannten drahtlosen Sensornetze in aller Munde. Diese Netzwerke werden aus kleinsten Computerknoten, die so groß wie eine Münze sind, aufgebaut, erfassen wichtige Daten aus ihrer Umgebung und tauschen diese über Funkverbindungen untereinander aus bzw. leiten sie über das Internet an andere Anwendungen weiter. Diese Sensornetze helfen bei der Erdbebenvorhersage, der frühzeitigen Erkennung von Maschinenausfällen oder bei der Reduzierung des Energieverbrauchs im Haushalt.

Über die Richtung, in die sich diese Systeme entwickeln werden, sind sich die ExpertInnen einig: Sie werden immer kleiner und immer stärker vernetzt. Weltweit wird intensiv an der Entwicklung von Nano-Maschinen – kleinste Computer in der Größe von einigen Nanometern, also ein paar Millionstel Millimeter - geforscht. Ian Akyildiz (Georgia Institute of Technology), einer der führenden Forscher auf diesem Gebiet, referierte in einem visionären Vortrag über die Vernetzungsmöglichkeiten solch kleiner Computer in zwanzig bis dreißig Jahren.

An der „IEEE/ICE Summer School on Networked Embedded Systems“ beteiligen sich 35 ExpertInnen aus 13 Ländern und vier Kontinenten. Die Summer School ist Teil des internationalen Doktoratskollegs „Interactive and Cognitive Environments“ der Alpen-Adria Universität Klagenfurt und wird von Bernhard Rinner vom Institut für Vernetzte und Eingebettete Systeme geleitet.

Dr. Romy Müller | idw
Weitere Informationen:
http://ice.aau.at/ss-2011/

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