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Zentrum für intelligente Objekte ZIO startet Aktivitäten

23.09.2008
Zum 1. Juli 2008 ist das in der Metropolregion Nürnberg ansässige "Zentrum für die Entwicklung intelligenter logistischer Objekte ECSOL" in das "Zentrum für intelligente Objekte ZIO" übergegangen.

Insgesamt neun Millionen Euro wird der Freistaat Bayern in den nächsten fünf Jahren in die Aktivitäten investieren, womit am Hauptsitz in Nürnberg und an den weiteren Standorten Fürth und Erlangen 40 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Neben einer Projektfinanzierung durch den Freistaat Bayern werden die Aktivitäten des ZIO, das sich auf die technologische Entwicklung und die Anwendung von RFID-Systemen, drahtlosen Sensornetzwerken und Lokalisierungstechnik spezialisiert hat, durch Auftragsforschung mit der Industrie und durch Vorlaufforschung aus der Grundfinanzierung des Fraunhofer IIS finanziert.

Das " Zentrum für intelligente Objekte ZIO" ist dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Technologien der Logistik-Dienstleistungswirtschaft ATL mit Standorten in Erlangen, Nürnberg und Fürth angegliedert. Zudem beteiligt sich das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund mit einer Gruppe von Wissenschaftlern und Spezialisten an den Aktivitäten. Gründer sind Prof. Heinz Gerhäuser, Leiter des Fraunhofer IIS, Prof. Peter Klaus, Leiter der Fraunhofer ATL, und Dr. Alexander Pflaum, Leiter des ECSOL. Dr. Pflaum wird zukünftig die strategische und operative Leitung des Zentrums übernehmen.

Das neue ZIO setzt an der Schnittstelle zwischen Technologien und Anwendungen von Intelligenten Objekten an und fungiert damit als Katalysator für deren Einsatz in der Wirtschaft. Kernaufgaben sind die Entwicklung und Erforschung von Technologien und Dienstleistungen. Neben konkreten Projekten zu technischen, anwendungsorientierten und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen zählen dazu Wissenstransfer sowie die Beratung von Technologieanbietern und -anwendern.

Im Zentrum werden Technologien wie Radio Frequency Identification (RFID), drahtlose Sensornetzwerke, Lokalisierungssysteme oder mobile Softwareagenten weiterentwickelt, um technische Lücken zu schließen, die einen breiten Einsatz in der Praxis bisher noch verhindern. Außerdem arbeiten die Wissenschaftler an der Integration dieser Technologien in bereits bestehende bzw. in neu zu entwerfende Geschäftsprozesse.

Interdisziplinäre Teams aus Ingenieuren, Informatikern und Betriebswirten verschiedener Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft bearbeiten in themenbezogenen Laboratorien die Forschungsaufgaben. Das Zentrum kooperiert zudem intensiv mit Technologieanbietern und Anwendern aus den Bereichen Logistik, Produktion, Sicherheit und Health Care. Praxisnähe und Praxiserfahrung sowie wissenschaftliche Exzellenz machen es in der Metropolregion zu einem wichtigen Kooperationspartner für Wissenschaft und Wirtschaft im nationalen und internationalen Umfeld.

Das 1985 gegründete Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS mit dem Hauptsitz in Erlangen und weiteren Standorten in Nürnberg, Fürth, Dresden und Ilmenau ist heute das größte Fraunhofer-Institut in der Fraunhofer-Gesellschaft. Mit der Entwicklung der Audiocodierverfahren MP3 und MPEG AAC ist das Fraunhofer IIS weltweit bekannt geworden. In enger Kooperation mit den Auftraggebern aus der Industrie forschen und ent­wickeln die Wissenschaftler auf folgenden Gebieten: Digitaler Rundfunk, Audio- und Multimediatechnik, digitale Kinotechnik, Entwurfs­automatisierung, integrierte Schaltungen und Sensorsysteme, drahtgebundene, drahtlose und optische Netzwerke, Lokalisierung und Navigation, Hochgeschwindigkeitskameras, Ultrafeinfokus-Röntgentechnologie, Bildverarbeitung und Medizintechnik sowie IuK-Technologien für die Logistik-Dienstleistungswirtschaft. 585 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der Vertragsforschung für die ­Industrie, für Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Einrichtungen. Das Budget von 70 Millionen Euro wird bis auf eine Grundfinanzierung in Höhe von weniger als 25 Prozent aus der Auftragsforschung finanziert.

Marc Briele | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.iis.fraunhofer.de

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