Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zählerplätze der Zukunft werden zur Kommunikationszentrale

07.09.2011
  • Neue VDE-Anwendungsregel aktualisiert Anforderungen an Zählerplätze
  • Wichtigste Neuerungen: modulare Erweiterbarkeit und Kommunikationsschnittstellen
  • Planungssicherheit für eine Vielzahl von Smart Metering- und Smart Grid- Anwendungen

Statt einer jährlichen Verbrauchsablesung soll der Verbraucher in Zukunft selbst seinen täglichen Spitzenverbrauch ablesen können. Damit dies reibungslos funktioniert, haben sich neue technische Mindestanforderungen an Zählerplätze ergeben - das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) hat diese jetzt in einer neuen Anwendungsregel formuliert.

Rund 43 Millionen Stromzähler sind in Deutschland derzeit installiert, im Zuge von Neubau oder normalem Austausch kommen jährlich etwa 1,8 Millionen Zähler hinzu. "Durch diesen rollenden Wechsel werden die Zähleranlagen der Verbraucher in Zukunft mehr und mehr auf die neuen Anforderungen des Smart Metering und des Smart Grids vorbereitet sein", sagt Dipl.-Ing. Wolfgang Bartels, Vorsitzender der zuständigen FNN-Projektgruppe. Die beiden wichtigsten Neuerungen in der Anwendungsregel betreffen die Vorbereitung der Zählerschränke auf die Smart Metering- und Smart Grid-Anwendungen.

Zum einen ist zukünftig Raum für Zusatzmodule wie das sogenannte "Multi Utility Communication"-Modul (MUC) reserviert. Damit lässt sich der Verbrauch aller Versorgungsgüter, also auch von Gas, Wasser oder Wärme, gesammelt messen und von Endverbrauchern und Lieferanten aus der Ferne auslesen. Die dazu notwendigen Kommunikationsschnittstellen sind jetzt verbindlich am Zählerplatz vorgesehen. Der Zählerplatz einer Kundenanlage wird dadurch zukünftig zur Kommunikationszentrale. Die zweite wesentliche Neuerung ist die Vorbereitung der Zählerplätze zum Einbau intelligenter Stromzähler. Die Anwendungsregel ist dabei hersteller- und geräteunabhängig. Es sind sowohl Zählerplätze für Zähler mit Drei-Punkt-Befestigung als auch solche mit Zählerfeldern mit integrierter Befestigungs- und Kontaktiereinrichtung einsetzbar.

Nach dem Inkrafttreten der Anwendungsregel zum 1.8.2011 werden die Netzbetreiber die VDE-AR-N 4101 in ihre eigenen "Technischen Anschlussbedingungen (TAB)" gemäß Niederspannungsanschlussverordnung aufnehmen. Eine schrittweise und verbindliche Einführung ist so sichergestellt. Die an der Implementierung von Smart Metering und Smart Grid beteiligten Akteure wie Netzbetreiber, Zählerplatzhersteller, das Elektrohandwerk oder die Berufsgenossenschaft erhalten durch die neue Anwendungsregel des FNN zudem Planungssicherheit. Das politische Ziel, den Endverbraucher zu einem aktiveren Akteur am Strommarkt zu machen, wird durch diese Anwendungsregel von FNN unterstützt.

Über den VDE und das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) Der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) ist mit 36.000 Mitgliedern (davon 1.300 Unternehmen, 8.000 Studierende, 4.000 Young Professionals) und 1.100 Mitarbeitern einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung unter einem Dach. VDE-Tätigkeitsfelder sind der Technikwissenstransfer, die Forschungs- und Nachwuchsförderung für Schlüsseltechnologien. Die Sicherheit in der Elektrotechnik, die Erarbeitung internationaler Normen, Prüfung und Zertifizierung von Geräten und Systemen sind weitere Schwerpunkte. Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) ist ein Ausschuss des VDE mit eigenem Fördererkreis und Geschäftstelle. VDE|FNN fördert als gemeinnützige Expertenplattform den Erfahrungsaustausch und trägt zur Weiterentwicklung von Netztechnik und Netzbetrieb sowie des Zähl- und Messwesens bei. So ist der Ausschuss für die Erarbeitung von VDE-Anwendungsregeln und technischen Hinweisen für den sicheren und zuverlässigen Betrieb der Übertragungs- und Verteilungsnetze zuständig. Mitglieder sind Unternehmen, Organisationen, wissenschaftliche Einrichtungen und Behörden.

Melanie Mora
VDE VERBAND DER ELEKTROTECHNIK
ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK e.V.
Pressesprecherin
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069 6308-461
Mobil: 0175 1874333
Fax: 069 6312925
E-Mail: melanie.mora@vde.com
E-Mail: presse@vde.com

Melanie Mora | VDE
Weitere Informationen:
http://www.vde.com/fnn
http://www.vde.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie

Digitalanzeige mit Touchscreen WAY-AX & WAY-DX von WayCon

27.06.2017 | Energie und Elektrotechnik

Der Krümmung einen Schritt voraus

27.06.2017 | Informationstechnologie