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WLAN über Kabel bringt gerichteten Funk in Fabrik

24.11.2008
Siemens hat sein industrielles WLAN-System (IWLAN) mit speziellen Antennen weiterentwickelt, um in komplexen Fabrikumgebungen kontrollierte Funkfelder zu erzeugen.

Der Vorteil: Die Funkverbindungen sind weniger störanfällig und zudem deutlich billiger. Außerdem benötigen sie keine Wartung. In den Montagehallen zahlreicher Automobilhersteller sind bereits „WLAN-Kabel“ von Siemens verlegt, nun erschließt die Technik auch andere Märkte wie die Halbleiterindustrie oder den Maschinenbau.


Das Industrial-WLAN von Siemens Industry Automation setzt auf dem WLAN-Standard auf und ist daher einfach an bereits existierende Ethernet Netzwerke anzubinden. Speziell für Anforderungen in der Industrie, etwa rotierende Fertigungsvorrichtungen oder fahrerlose Transportsysteme, braucht WLAN aber einige Ergänzungen wie eine reservierte Datenrate oder schnelles Roaming für zeitkritische Steuerbefehle oder eine drahtlose Not-Aus-Funktion – die in einem Büro natürlich nicht erforderlich ist. Diese Wireless-Safety-Funktion ist ausschließlich mit IWLAN von Siemens möglich und hat sich weltweit in der Praxis bewährt.

Eine Erweiterung stellt nun die Verteilung der Funkwellen über so genannte Leckwellenleiter dar, die etwa in längeren Tunnel für störungsfreien Rundfunkempfang verwendet werden. Die Radio-Koaxialkabel (RCoax) von Siemens haben in definierten Abständen Schlitze, deren Abstand die Wellenlänge der Funkfrequenz bestimmt. Innen ist ein Kupferleiter, der mit einem Dieelektrikum ummantelt ist. Die Kabel werden in der bestehenden IWLAN-Lösung Scalance W als Antennen verwendet.

Mit dem IWLAN über RCoax-Kabel können auch Gassen „ausgeleuchtet“ werden, die sich über herkömmliches WLAN gegenseitig stören würden. Die Antennen sind außerdem von äußeren Feldern nicht so stark beeinflussbar. Im Gegensatz zu Datenverbindungen über Schleifringe unterliegen die Kabel keinerlei Verschleiß. Schleifringe dagegen müssen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, was den Betrieb deutlich verteuert und zu Stillstandszeiten führt. (IN 2008.11.6)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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