Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Whitepaper zum Schutz von IP-Telefonanlagen veröffentlicht

12.04.2011
IP-Telefonanlagen geraten zunehmend ins Visier von Angreifern. Sei es, um dem Unternehmen mit Denial-of-Service-Attacken zu schaden, mit Man-in-the-Middle-Attacken Geheimnisse auszuspähen oder durch Abuse-Attacken finanziellen Schaden zuzufügen.

Besonders beliebt sind Angriffe an Feiertagen, da diese erst spät bemerkt werden. Damit Ostern nicht zu einer bösen Überraschung wird, haben die Experten der Fraunhofer ESK ein Whitepaper mit Sicherheitstipps zusammengestellt. Administratoren schützen mit diesen Sicherheitsmaßnahmen ihre IP-Telefonanlagen vor Missbrauch, der schnell tausende Euro kosten kann.

Für Sofort-Maßnahmen zum Schutz von Telefonanlagen reichen recht einfache Mittel. Grundsätzlich gelten für IP-Telefonanlagen die gleichen Sicherheitsstandards wie für die restliche IT-Infrastruktur. „Wir haben festgestellt, dass viele Einbruchsfälle durch Fehler bei der Administration der IP-Telefonanlagen entstehen,“ erläutert Beate Eickhoff, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Fraunhofer ESK. IP-Telefonanlagen sind im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen nicht mehr von der IT-Infrastruktur isoliert und damit den gleichen Gefahren ausgesetzt. Im Whitepaper befassen sich die Experten mit den häufigsten Fehlern bei der Konfiguration von Telefonanlagen.

In letzter Zeit haben die Missbrauchsfälle zugenommen, bei denen die Angreifer an Feiertagen in Anlagen eingebrochen sind. Eine Häufung von Feiertagen, wie wir sie an Ostern wieder haben, ist für Angreifer besonders interessant. Der Missbrauch wird meist erst mit den nächsten Abrechnung entdeckt. Bis dahin haben die Angreifer die Systeme längst verlassen und ihre Spuren sind gut verwischt. Denn die meisten Logfiles werden in einem Zyklus von ca. 10 Tagen überschrieben, wodurch auch forensische Untersuchungen äußerst schwierig werden.

Ein Beispiel für Abuse-Attacken ist das Abkassieren durch Einbruch in Verbindung mit teuren Service-Rufnummern im Ausland. Die Eindringlinge richten zuerst eine zeitlich begrenzte kostenpflichtige Service-Rufnummer im Ausland ein. Dann werden von der angegriffenen Telefonanlage viele Anrufe zu dieser Nummer initiiert. Die Angreifer kassieren das Geld meist in Ländern ab, in denen eine Strafverfolgung aus Deutschland schwierig ist. Das Unternehmen bleibt auf den Kosten sitzen.

Die Fraunhofer ESK hat in ihrem Whitepaper häufig anzutreffende Fehler in den Konfigurationen aufgezeigt und einfache, sofort umsetzbare Maßnahmen zusammen gestellt.

Die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK

Die Fraunhofer ESK verfügt über Expertise für weite Bereiche der IuK, von Übertragungstechnik über Protokolle und Systeme bis zu intelligenten Anwendungen. Ihre Kompetenzfelder Adaptive Communication Systems, Software Methodology und Mobile Solutions bündeln das Know-how, das in den Anwendungsfeldern Automotive, Industrial Communication und Communication Solutions zum Einsatz kommt.

http://www.esk.fraunhofer.de

Kontakt:
Fraunhofer-Einrichtung Systeme der Kommunikationstechnik
Susanne Baumer
Corporate Communication
Telefon: +49 89 547088-353
Telefax: +49 89 547088-66353
susanne.baumer@esk.fraunhofer.de
Dipl.-Ing. Beate Eickhoff
Telefon: +49 89 547088-320
beate.eickhoff@esk.fraunhofer.de

Susanne Baumer | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.esk.fraunhofer.de
http://www.esk.fraunhofer.de/de/Presse/pressemitteilungen/pm1107.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Der Form eine Funktion verleihen
23.06.2017 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Zukunftstechnologie 3D-Druck: Raubkopien mit sicherem Lizenzmanagement verhindern
23.06.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften