Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

WhatsApp ist die meistgenutzte App

14.04.2014

Forschungsprojekt „NuPEx“ erkundet tatsächliches User-Verhalten im Netz.

„WhatsApp“ schlägt „Facebook“ in der Nutzungshäufigkeit der Apps. Das ist ein interessantes Ergebnis aus dem Forschungsprojekt „NuPEX“ (= Nutzerzentrierte Planung von Breitbandkommunikationsnetzen unter Einbeziehung von Quality of Experience), für das eigens von der Bremer Uni-Ausgründung OTARIS in Kooperation mit drei Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft in Bremen und Hamburg die gleichnamige App entwickelt worden ist.

Die erste Phase des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes ist erfolgreich angelaufen und hat Licht ins tatsächliche Kundenverhalten in Mobilfunknetzen gebracht. Derzeit läuft die zweite Studienphase, in der das Nutzungsverhalten im Web und beim Videostreaming noch detaillierter untersucht werden soll.

Erste Ergebnisse der NuPEx-App

Fünf Monate haben App-Nutzer das NuPEx-Projekt unterstützt Sie hatten zuvor ihr Android-Smartphone in ein Messgerät umgewandelt, so dass die tatsächlichen Übertragungsraten oder das genutzte Datenvolumen abgelesen werden konnten. Insgesamt wurden über 22.000 Telefonanrufe und 40.000 App-Nutzungen anonymisiert erfasst und ausgewertet. Zusätzliche Screening-Fragen und Bewertungen der Geschwindigkeit rundeten die Datenbasis ab. Folgende Ergebnisse liegen bereits vor:

- Gibt es eine WLAN-Verbindung, wird die Video-App doppelt so lange genutzt wie in einem mobilen Netzwerk.
- Tagsüber sind ca. 80% der Teilnehmer mit der angebotenen Surfgeschwindigkeit und mit der Sprachqualität „zufrieden“ und „sehr zufrieden“, aber im Zeitraum zwischen 0 Uhr und 3 Uhr sinkt die Zufriedenheit im Durchschnitt auf 60% ab.
- Nutzer rufen deutlich öfter selber an als sie von anderen angerufen werden.
- Nur 52% der Teilnehmer sind mit dem Service ihres Mobilfunkanbieters zufrieden.
- 46 % der aktiven Nutzungszeit wird zum Senden von Nachrichten verwendet.

Was soll mit dem NuPEx-Projekt erreicht werden?

Mithilfe des Forschungsprojekts „NuPEx“ sollen Lösungen entwickelt werden, wie bei der Planung schneller Breitbandkommunikationsnetze, vor allem im ländlichen Raum, die Servicequalität der Dienste stärker am Nutzungsverhalten und der Erwartungshaltung der Endkunden ausgerichtet werden kann. Aus den Forschungsergebnissen sollen effiziente Planungsfunktionen extrahiert und in eine kommerzielle Software zur Planung von Telekommunikationsnetzen integriert werden. Netzplaner erhalten die Möglichkeit, neueste Forschungsergebnisse zur Optimierung der Ressourcennutzung direkt anzuwenden. An dem Projekt sind vier Partner beteiligt: die Bremer OTARIS Interactive Services GmbH, The Quality Group it vision GmbH aus Hamburg sowie die Arbeitsgruppe Kommunikationsnetze des Technologie-Zentrums für Informatik und Informationstechnik der Universität Bremen und das Institut für Kommunikationsnetze der Technischen Universität Hamburg-Harburg.

Link zur NuPEx-App: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.otaris.nupex&hl=de

Weitere Informationen:

OTARIS Interactive Services GmbH
Mehmet Kus (OTARIS-Geschäftsführer)
Tel. 0421 685 111 00
E-Mail: office@otaris.de
oder
Universität Bremen
Technologie-Zentrum für Informatik und Informationstechnik
Dr.-Ing. Andreas J. Könsgen
Tel.: 0421 218 62380
E-Mail: ajk@comnets.uni-bremen.de
http://www.nupex.de

Eberhard Scholz | Universität Bremen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie