Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Welche Toolsuite passt zu meinem Business?

04.08.2009
Fraunhofer ISST und Bücker GmbH legen Bewertung der BPM-Toolsuiten mit Portalintegration von IBM - Websphere, IDS Scheer / SAP, sowie Intalio / Liferay vor.

Wie wichtig es für das Überleben ist, sich möglichst effizient an neue Rahmenbedingungen anpassen zu können, wusste schon der vor 200 Jahren geborene Charles Darwin. Doch was bedeutet dieser Grundsatz für Unternehmen und ihre IT im Krisenjahr 2009?

Sie benötigen so genannte "Business Process Management Suiten" (kurz BPMS), mit deren Hilfe sie ihre Prozesse planen, steuern, überwachen und verbessern können. Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST hat nun im Auftrag der Bücker GmbH aus Düsseldorf in einer detaillierten Studie drei Suiten, die aus den Angeboten von fünf Anbietern zusammengestellt wurden, qualitativ verglichen. Die Studie ist ab sofort im Handel erhältlich.

Zurzeit gibt es mehr als 150 Anbieter von Business-Process-Management-Lösungen. Da fällt die Auswahl schwer. Das Fraunhofer ISST hat im Auftrag von Bücker fünf BPM-Anbieter, die zu drei Suiten gebündelt wurden, ausführlich untersucht. Hierbei wurde insbesondere Wert darauf gelegt, dass die Toolsuiten auch Portale beinhalten, die die manuellen Tätigkeiten innerhalb von Geschäftsprozessen webbasiert unterstützen. Nach eingehender Marktanalyse fiel die Auswahl zum einen auf die IBM WebSphere Toolsuite, zum anderen auf eine kommerzielle Toolsuite aus SAP und IDS Scheer und als drittes auf eine freie Toolsuite aus den Angeboten von Intalio und Liferay.

"Der Markt im BPM-Bereich ist noch nicht konsolidiert und befindet sich zurzeit in einer dynamischen Entwicklung", sagt Dr. Ulrich Springer, in dessen Abteilung die Studie erarbeitet worden ist. "Die tiefgehende qualitative Analyse und Bewertung der drei von uns zusammengestellten Toolsuiten gibt einen konkreten Einblick in den gegenwärtigen Stand der Technik und beleuchtet ihre aktuellen Möglichkeiten und Probleme im Detail."

Rund 580 Einzelkriterien untersucht

Um die Leistungsfähigkeit der ausgewählten Plattformen aussagekräftig, belastbar und technisch fundiert einschätzen zu können, wurden detaillierte Bewertungskriterien definiert und auf dieser Basis entsprechende Tests der einzelnen Produkte durchgeführt. Der Kriterienkatalog, an dem bis zu zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein Jahr lang gearbeitet haben, umfasste rund 580 Einzelkriterien aus den Bereichen Angebot, Prozessunterstützung, Portalunterstützung und Infrastruktur.

Die Studie trifft Aussagen zur Qualität der Modellierung, der Modellimplementierung und der Ausführungsplattformen. Sie gibt Tipps, wie Defizite in den Systemen ausgeglichen oder zumindest gemindert werden können und zeigt - auch auf der Basis einer Kosten-Nutzen-Relation -, welche Lösung sich für welche Aufgabe am besten eignet. "Ich kenne weltweit keine Studie, die die BPMS-Tools so ausführlich und fundiert vergleicht wie diese", sagt Timo Bücker, CEO der Bücker GmbH, der die Studie beauftragt hat. "Sie ist eine hervorragende Entscheidungshilfe für das Management. Für Projektteams dient der mit 580 Punkten umfangreiche Kriterienkatalog als hervorragende Basis auch für den Vergleich weiterer Anbieter."

Verkauf der Studie

Eine 17seitige Kurzfassung der Studie kann kostenlos unter http://www.it-director.de/startseite/studien.html heruntergeladen werden. Die Langfassung ist im Programm des Medienhaus-Verlages erschienen und kann zum Preis von 3.780 Euro netto unter http://www.it-director.de/startseite/studien.html käuflich erworben werden.

Hintergrundinformationen

Bücker GmbH

Die 1997 gegründete Bücker GmbH betreut heute in 20 Ländern Kunden aus den Bereichen Kommune, Industrie, Handel und Dienstleistung. Die Softwarelösungen des Unternehmens zielen darauf ab, sämtliche Abläufe in der Organisation, Produktion oder Verwaltung rationeller, effektiver und transparenter zu machen. Die Bücker GmbH pflegt Technologiepartnerschaften u.a. als Premier Partner der IBM. Mehrfach wurde die Bücker GmbH national und international von der IBM ausgezeichnet. Kunden mit über 1,5 Millionen Anwendern vertrauen auf die Lösungen des Düsseldorfer Unternehmens. Zu den Kunden gehören Henkel, Bayer, Lanxess, Linde, Evonik, Deutsche Bahn, McKinsey und PriceWaterhouseCoopers.

Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST

Das Fraunhofer ISST - mit Standorten in Berlin und Dortmund - entwickelt Standards, Architekturen und Konzepte für den Aufbau langfristig stabiler komplexer Systeme in der Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen "Continuous Software Engineering" (Langlebigkeit und Flexibilität komplexer Systeme) und "Informationslogistik" (bedarfsgerechte Informationsangebote für Systembenutzer). Mit dem 2007 gegründeten "Competence Center for Processes and Architectures COMPARC" bündelt das Institut zudem Fachwissen, Methoden und Werkzeuge für die Gestaltung von Prozessen und Architekturen.

Britta Klocke | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.it-director.de/startseite/studien.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Verbesserung des mobilen Internetzugangs der Zukunft
21.07.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Affen aus dem Weltraum zählen? Neue Methoden helfen die Artenvielfalt zu erfassen
21.07.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten