Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auf dem Weg zur Wohnung, die mitdenkt!

27.04.2010
Netzwerkprojekt „Intelligente Systeme für ein besseres Leben InSeL“ erfolgreich gestartet.

Steigende Energiepreise und demografischer Wandel – das sind die beiden großen Herausforderungen, vor denen wir im 21. Jahrhundert stehen. Mit diesen Ausblicken hat sich die Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Intelligente Systeme für ein besseres Leben“ – „InSeL“ gestern im Fraunhofer-Zentrum Kaiserslautern beschäftigt.

Das neu gegründete und durch Bundesmittel finanzierte Netzwerk hat sich das Ziel gesetzt, eine Kooperations-, Wissenschafts- und Vermarktungsplattform aufzubauen, die sich mit einem zentralen Gesamtsystem zur ganzheitlichen Steuerung einer intelligenten und energiesparenden Wohnung auseinandersetzt. Um diesem Ziel näher zu kommen, bedarf es starker Partner, wie der IHK Zetis GmbH. Diese koordinieren und betreuen den Aufbau des offenen Netzwerks, welches mit neun Partnern gestartet ist.

Die Gründungsmitglieder sind das Fraunhofer IESE, die Gemeinnützige Baugesellschaft Kaiserslautern AG, F.K. Horn GmbH & Co. KG, das Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern GmbH, Binder Elektronik GmbH, ESF Software GmbH, Bauunternehmung Rheinheimer GmbH & Co. KG, TWK - Technische Werke Kaiserslautern und die CIBEK technology + trading GmbH.

Darüber hinaus wurde die Auftaktveranstaltung von der Handwerkskammer Pfalz unterstützt.

Michael Lill, Geschäftsführer IHK Zetis, zu den Zielen von InSeL:
„Die IHK Zetis GmbH ist eine Tochtergesellschaft der IHK Pfalz. Seit knapp 20 Jahren beschäftigen wir uns mit so genannten „Zukunftsthemen“, wie zum Beispiel mit Veränderungen in der Arbeitswelt oder mit technologischen Innovationen. Auch im Aufbau und in der Koordination von regionalen Netzwerken können wir auf jahrelange Erfahrungen zurückblicken. Jedoch ist das Projekt InSeL für uns etwas ganz Besonderes. Wir sind uns sicher: Die frühzeitige Weichenstellung durch die Realisierung von konkreten Entwicklungsprojekten wird den Unternehmen in der Region einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil bringen“.
Ergänzend schildert Frank Bomaris, stellvertretender Leiter des Fraunhofer IESE, die Beteiligung des Forschungsinstituts an dem Netzwerk:

„Das Fraunhofer IESE begreift sich im Kontext des Projekts InSel als kreativer Technologieentwickler und Integrator. Seit Jahren arbeiten wir an innovativen Lösungen im Bereich Ambient Assisted Living und Energiemanagement. Außerdem kennen wir sowohl die Anforderungen und Erwartungen verschiedenster Interessengruppen auf diesen Gebieten als auch die technischen Möglichkeiten von heute und die Perspektiven.

Wir verstehen uns als verbindendes Element, welches die Welten der Wohnungswirtschaft, der Planer und Handwerker, der Versorger, der Pflege und Medizin, der Hausgerätetechnik und des Endkunden zusammenbringt. Das Ziel ist, neue, technisch richtungweisende, handwerklich umsetzbare und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu gestalten, zu erproben und zu evaluieren.“

Mehr als 50 Besucher ließen sich von dem visionären Ziel der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des InSeL-Netzwerkes fesseln. Vielen nutzten nach einem Besuch der Fachausstellung der Netzwerkpartner und einer Führung durch das Labor für Lebensassistenzsysteme (Ambient Assisted Living) den anschließenden Imbiss für Gespräche mit den Partnern des Netzwerks.

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung laden wir alle Interessierten sehr herzlich zu einer Teilnahme an den kommenden Folgeveranstaltungen ein.

Potenzielle Partner für das Netzwerk können sich direkt an Michael Lill oder Marion Marschall-Meyer (beide IHK Zetis) unter www.zetis.de wenden.

Statements der weiteren Projektpartner:

Rolf Bischler, Technische Werke Kaiserslautern GmbH:
Die Technischen Werke Kaiserslautern als Anbieter von Energie und Energiedienstleistungen sind im Einsatz und Gebrauch von sogenannten Smart Metern, d.h. intelligenter Zählertechnik, im südwestdeutschen Raum eines der wenigen Unternehmen, die die neuen Herausforderungen des Marktes angenommen haben und bereits mehr als zweitausend Installationen vorweisen können. Für eine Weiterverfolgung dieses Ausbaus ist es von essenzieller Bedeutung, kundenseitige Anwendungen zu entwickeln, die einerseits neben der Transparenz des Energieverbrauchs einen zusätzlichen Kundennutzen beinhalten, zum Bespiel in Form der aktiven Steuerung und Kontrolle des eigenen Verbrauchsverhaltens, und andererseits zu einem flächendeckenden Einsatz dieser Technik führen, sodass wir als Netzbetreiber Abrechnungs- und Logistikprozesse optimieren können. Begleitet werden muss diese Weiterentwicklung durch ein stringentes Datenschutzkonzept, das den Anforderungen aller Kunden genügt. Da es sich hier um interdisziplinäre Überlegungen handelt, begrüßen wir es sehr, mit dem Projekt InSeL in eine Diskussionsplattform eingebunden zu sein, die sowohl F+E-Partner als auch Hersteller und Nutzer intelligenter Systeme für zukünftiges urbanes Leben an einen Tisch bringt.
Guido Höffner, Gemeinnützige Baugesellschaft Kaiserslautern AG:
"Steigende Energiepreise und demografischer Wandel sind die zentralen Herausforderungen der Immobilienwirtschaft. Strategien entwickeln und Wege aufzeigen, um diese Herausforderungen zu bewältigen und damit die nachhaltige Vermietbarkeit von Immobilien zu sichern: das sind unsere Erwartungen an das Projekt InSeL."
Prof. Dr. med. Christian Madler, Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern GmbH:
„Der demografische Wandel wird zu einer deutlichen Zunahme unerkannter Notfälle bei allein lebenden älteren Menschen führen. Diese Altersgruppe leidet häufig auch an chronischen Erkrankungen, die einer engmaschigen Langzeitbetreuung bedürfen.

Die Notfallmedizin will mittels Ambient Assisted Living akute Notfälle sowie Negativentwicklungen chronischer Leiden frühzeitig und automatisiert im häuslichen Umfeld erkennen, um so das sichere und selbstbestimmte Wohnen älterer Menschen im eigenen Heim verlängern zu können.“

Klaus Rheinheimer, Bauunternehmung Rheinheimer GmbH & Co. KG
„Die Bauunternehmung Rheinheimer GmbH & Co. KG ist ein kleines, regionales Unternehmen mit dem Schwerpunkt Hochbau und allgemeiner Wohnungsbau.

Wir denken, dass es in der Zukunft wichtig sein wird, beim Bau von Wohnungen und Wohnhäusern noch stärker darauf zu achten, dass innovative und energieeffiziente Systeme installiert werden, die das häusliche Wohnen für alle Altersgruppen verbessern.

Da wir mit unserem Unternehmen sowohl bei der Planung als auch beim Bau von Gebäuden tätig sind, können wir einen Beitrag zur Entwicklung des Netzwerkprojekts "InSeL" leisten.“

Bernd Klein, Cibek technology + trading GmbH:
„Wir sind Entwickler und Hersteller von AAL-Lösungen und haben bereits 20 reale AAL-Wohnungen zusammen mit der Bau AG in Kaiserslautern realisiert.

Wir möchten die Technologie zusammen mit anderen Partnern weiterentwickeln und damit alltagstauglich und bezahlbar machen. Dies geht nur als Gesamtlösung gemeinsam im Netzwerk mit Großkunden, Dienstleistern, Versorgern, Forschung und Herstellern.“

Wolfgang Binder, Binder Elektronik GmbH
„Wir wollen durch Kooperation im Projekt InSel im Bereich Wohnungswirtschaft innovative AAL-Produkte und Dienstleistungen entwickeln und vermarkten, um die zukünftigen wirtschaftlichen Chancen der demografischen Entwicklung zu nutzen. Dabei steht die Sicherung der Lebensqualität heutiger und künftiger Generationen im Vordergrund.“
Dr. Thomas Knieriemen, F.K. Horn GmbH & Co. KG
"Als Bauunternehmen mit Bauträgeraktivitäten möchten wir marktgerechte Wohnungen schaffen und Entwicklungen frühzeitig mitgestalten.
Wir erwarten:
- innovative Produktentwicklungen
- Synergien zu Forschungsentwicklungen
- Automatisierung von Gebäudeausstattung
- Erfahrungsaustausch mit Partnern
Insgesamt: Eine Win-win-Situation, da viele Partner aus unterschiedlichen Branchen und Sichtweisen eine Entwicklung erkennen und verbessern können."
Felix Schuck, ESF Software GmbH
"Die ESF Software GmbH entwickelt seit 20 Jahren Software für Haus- und Gebäudeautomation.
Das InSeL-Projekt bietet uns die Möglichkeit, mit den Projektpartnern unterschiedliche Aspekte der Gebäudeautomation zu diskutieren und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

Im Team mit anderen Teilnehmern können wir durch Projekte in der Region zeigen, wie moderne Technik im Haus den Alltag erleichtern und zugleich Umweltressourcen schonen kann."

Ansprechpartner am Fraunhofer IESE:
Alexander Rabe
Telefon +49 (631) 6800 1002
alexander.rabe@iese.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Fraunhofer-Platz 1
67663 Kaiserslautern

Martin Koch | Fraunhofer
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Diagnose per Computer: Gefährliche Krankheitserreger mithilfe maschinellen Lernens erkennen
23.05.2018 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Frühwarnsystem RAWIS in Katastrophenübung mit THW final getestet
23.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rotierende Rugbybälle unter den massereichsten Galaxien

23.05.2018 | Physik Astronomie

Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Matrix-Theorie als Ursprung von Raumzeit und Kosmologie

23.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics