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Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017

Das österreichische Bundesministerium für Inneres hat heute KATWARN landesweit eingeführt.

In Gefahrensituationen erhalten ab dem 1. Juli 2017 betroffene Menschen in Österreich offizielle Warnungen direkt auf das Smartphone oder als Benachrichtigung via SMS- und E-Mail von den zuständigen Behörden.


In Gefahrensituationen erhalten ab dem 1. Juli 2017 betroffene Menschen in Österreich offizielle Warnungen direkt auf das Smartphone oder als Benachrichtigung via SMS und E-Mail

© BM.I/ Gerd Pachauer

Dafür bietet Österreich eine eigene »nationale« KATWARN-App kostenlos in den App-Stores an. Doch egal, wo sich betroffene KATWARN-Nutzerinnen und -Nutzer aufhalten: sie brauchen nur eine App zu installieren, um Warnungen aus beiden Ländern – Deutschland und Österreich – zu empfangen. Damit ist KATWARN das erste international vernetzte Warnsystem.

»KATWARN Österreich/Austria bietet den Menschen über Lautsprecheransagen, Sirenen und Rundfunk hinaus Informationen, die lebenswichtig sein können. Ob zu Hause, unterwegs oder bei der Arbeit – KATWARN Österreich/Austria bringt behördliche Warnungen direkt und kostenlos auf das Mobiltelefon«, sagte der österreichische Innenminister Sobotka heute beim Pressegespräch.

»Die Infrastruktur ermöglicht dabei auch die Einbeziehung öffentlicher Kommunikationsplattformen wie etwa die elektronischen Informationstafeln öffentlicher Verkehrsmittel.«

Das Warnsystem KATWARN leitet in Gefahrensituationen offizielle Warnungen und Handlungsempfehlungen an die Mobiltelefone der betroffenen Menschen. Das System wurde 2011 erstmals in Deutschland in Betrieb genommen und steht seitdem technisch deutschlandweit zur Verfügung.

Anders als in Österreich ist KATWARN in Deutschland jedoch nur regional auf Ebene von Kommunen und Bundesländern im Einsatz und wird für den Katastrophenschutz nicht vom Bund genutzt. Das System mit derzeit etwa drei Millionen Nutzerinnen und Nutzern wurde im Auftrag der öffentlichen Versicherer vom Berliner Fraunhofer FOKUS entwickelt, einem der führenden Forschungsinstitute für die digitale Vernetzung.

Prof. Dr. Manfred Hauswirth, Leiter von Fraunhofer FOKUS: »Der heutige internationale KATWARN-Start ist für uns Auftakt, die Bevölkerungs- und Krisenkommunikation auch in weiteren europäischen Ländern zu vernetzen und zu verbessern.«


Das ist neu bei KATWARN:

- Offizielle Gefahrenwarnungen und Verhaltenshinweise in Österreich durch die verantwortlichen Behörden.

- Aktivierter Schutzengel bietet positionsgenaue Warnungen auf dem Smartphone auch beim Grenzübertritt zwischen Deutschland und Österreich.

-Weltweit können mit Themen-Abos und Ortsfavoriten nationale Warnungen aus beiden Ländern empfangen werden.


Weitere Informationen finden Sie hier:

Pressemeldung des BM.I: http://www.bmi.gv.at/cms/BMI/_news/BMI.aspx?id=546162346F5A424B6E364D3D&page...

Pressemeldung auf der Webseite von Fraunhofer FOKUS: https://www.fokus.fraunhofer.de/de/fokus/katwarn_international_2017_06

KATWARN-Webseite: https://www.katwarn.de/aktuell.php

Pressekontakt:
Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS
Niklas Reinhardt
Pressesprecher KATWARN
Geschäftsbereich Electronic Safety Systems (ESPRI)
Telefon: +49 30 3463-7594
presse@katwarn.de
www.fokus.fraunhofer.de


Fraunhofer FOKUS
Fraunhofer FOKUS erforscht die Digitale Vernetzung und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie. Seit 1988 unterstützt es Wirtschaftsunternehmen und öffentliche Verwaltung in der Gestaltung und Umsetzung des digitalen Wandels.

Dazu bietet Fraunhofer FOKUS Forschungsleistungen von der Anforderungsanalyse über Beratung, Machbarkeitsstudien, Technologieentwicklung bis hin zu Prototypen und Piloten in den Geschäftsbereichen Digital Public Services, Future Applications and Media, Quality Engineering, Smart Mobility, Software-based Networks, Vernetzte Sicherheit, Visual Computing und Analytics an.

Mit rund 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Berlin und einem jährlichen Budget von 30 Millionen Euro ist Fraunhofer FOKUS das größte IKT-Institut der Fraunhofer-Gesellschaft. Es erwirtschaftet rund 70 Prozent seines Budgets aus Aufträgen der Industrie und der öffentlichen Hand.

www.fokus.fraunhofer.de 

Christiane Peters | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

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