Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtuelle Realität im Fraunhofer IWU

15.04.2010
Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU weiht am 23. April, 10 Uhr, sein VR - Virtual Reality - Technikum in Chemnitz ein. Die Teilnehmer erwartet ein neues Hörsaalgebäude für 200 Personen mit einer Kombination multimedialer, mehrdimensionaler und interaktiver Präsentionstechniken.
Mit einer Größe von 6 mal 2,8 Metern gehört die 3D-Projektionsfläche des VR-Technikums deutschlandweit zu den größten verbauten Acrylscheiben.

Im Unterschied zur 3D-Kino-Leinwand erfolgt die Projektion durch die Rückprojektionstechnik, sprich von hinten.

Dadurch ist es möglich, dass VR-Nutzer direkt vor der Projektionsfläche ohne störenden Schattenwurf arbeiten können. Die Bilderzeugung erfolgt über vier Hochleistungsprojektoren hinter der Scheibe. Diese sorgen für die Darstellung großformatiger Datenmodelle oder Filmsequenzen. Zudem besitzt das VR-Technikum ein optisches Trackingsystem, um sich in einem virtuellen Raum verzögerungsfrei "bewegen" zu können. Dadurch werden die Position und die Anwendung des Nutzers optimal erfasst und "flüssig" wiedergegeben. Das VR-Technikum bietet auch die Möglichkeit, gleichzeitig 3D-Datenmodelle und Arbeitsprogramme zusammenzuschalten oder mit einer Direktschaltung aus dem Versuchsfeld frei zu kombinieren.

Mit dem Neubau des VR-Technikums erschließen sich für das Fraunhofer IWU neue Möglichkeiten in Forschung und Lehre. Auf Grundlage von CAD-Daten werden Objekte durch 3D-Software realitätsnah dargestellt. So lassen sich in Echtzeit computergenerierte, interaktive virtuelle Umgebungen schaffen. Das ist vor allem bei der Maschinen- und Prototypenvisualisierung von großem Vorteil. Werkzeugmaschinen können virtuell entwickelt sowie in Betrieb genommen werden. So lassen sich Fehler in der Konstruktion vermeiden und die geplanten Fertigungsschritte präzise kalkulieren.

Auch Montageprozesse beispielsweise aus der Automobilindustrie sind darstellbar: Ein Motor kann Schraube für Schraube virtuell "auseinandergebaut" und wieder zusammengesetzt werden.

Zur Eröffnungsveranstaltung werden herausragende Referenten die Potenziale der Virtuellen Realität für den Maschinen- und Automobilbau - auch mit Blick auf den wirtschaftlichen Nutzen für die Anwender - anschaulich präsentieren. So verdeutlichen namhafte Vertreter aus Forschung und Industrie, wie die VR erfolgreich in Entwicklungsprozesse integriert und bei der Entwicklung energieeffizienter Produkte eingesetzt werden kann.

Kathrin Reichold | idw
Weitere Informationen:
http://www.iwu.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt: Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab – ZuFOR
30.03.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE