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Videodaten hoher Qualität trotz kleiner Bandbreite

26.02.2009
Zu einer Technik, Videosignale auch bei kleiner Übertragungsbandbreite mit hoher Qualität darzustellen, haben Forscher von Siemens von Corporate Technology maßgeblich beigetragen.

Sie haben im Joint Video Team der International Telecommunication Union (ITU) den Videostandard H.264/MPEG4-AVC mit erarbeitet. H.264 ist ein hocheffizienter Standard zur Kompression von bewegten Bildern, der sich bereits für Videokonferenzen etabliert hat.


Von Siemens stammt unter anderem ein Verfahren zur effizienten Beseitigung von Artefakten im Video. Kürzlich bekam das Joint Video Team (JVT) für H.264 zum zweiten Mal den renommierten TV-Preis Emmy.

Komprimierte Videodaten sind die Grundlage von mobilem TV, DVD und Videokameras, aber auch von Systemen für Videokonferenzen oder Überwachungsanlagen. Der H.264-Standard reduziert die Datenrate für die Übertragung eines Videos gegenüber dem bisherigen Standard MPEG-2 (ca. 4 Megabit pro Sekunde für digitales Fernsehen) um mehr als die Hälfte, ohne dessen Qualität zu vermindern. Allerdings erfordert diese Kompression eine hohe Rechenleistung.

Zusätzlich zur Arbeit im JVT hat Siemens Corporate Technology (CT) daher für H.264 einen hocheffizienten Codec entwickelt, mit dem ein herkömmlicher PC oder Laptop hochauflösende Videos in Echtzeit kodieren und damit großformatige Aufnahmen hoher Qualität ohne Verzögerung übertragen kann.

CT arbeitet aktuell an neuen Algorithmen für die Kompression und Verarbeitung von Video- und Bilddaten. Derzeit erweitert Siemens den Codec so, dass sich die Übertragung der kodierten Videodaten dynamisch an die verschiedenen Datenraten der einzelnen Endgeräte anpasst (Scalable Video Coding gemäß H.264/SVC). Der Codec wird künftig von der nächsten Generation des Siemens-Videoüberwachungssystems Sistore verwendet.

Ein Nachfolgestandard, intern H.265/HVC (High Performance Video Codec) genannt, ist bereits in Arbeit. Er wird eine erneut deutlich höhere Kompressionseffizienz aufweisen und voraussichtlich ab 2012 verfügbar sein. (IN 2009.02.6)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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