Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbesserte Sicherheit für Unternehmenssoftware. Forschungsprojekt USecureD unterstützt Mittelstand

08.07.2015

Sicherheitslücken in Unternehmenssoftware entstehen häufig nicht durch mangelhafte Programmierung, sondern durch fehlende Benutzerfreundlichkeit. Hier setzt das zweijährige, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Forschungsprojekt „Usable Security by Design“ (USecureD) an. Die Projektpartner Fachhochschule Köln und HK Business Solutions möchten benutzerfreundliche Sicherheit als ein Qualitätsmerkmal von Softwarelösungen etablieren und ein Bewusstsein hierfür bei deutschen Softwareentwicklern und den Anwenderinnen und Anwendern verankern.

„Auch eigentlich sichere Software kann für kleine und mittlere Unternehmen ein Risiko werden, wenn die vorhandenen Sicherheitselemente zwar prinzipiell funktionieren, wegen fehlender Benutzerfreundlichkeit aber falsch oder überhaupt nicht bedient werden“, sagt Prof. Dr. Luigi Lo Iacono vom Institut für Medien- und Phototechnik der Fachhochschule Köln. So könne es passieren, dass Anwenderinnen und Anwendern die sicherheitsrelevanten Elemente abschalten, wenn sie diese als unbequem, zeitaufwendig oder leistungsverringernd empfinden.


Die Teilnehmer von USecureD bei ihrem ersten Treffen in Köln (Bild: Fritz Cremer / FH Köln)

„Sicherheitsfunktionen und -mechanismen müssen so designt werden, dass auch Nichtexperten sie verstehen“, sagt Lo Iacono. USecureD wendet sich deshalb an kleine und mittlere Unternehmen sowie an Softwareentwickler, für die aktuelle Ergebnisse aus der Forschung verfügbar gemacht werden sollen.

Kleine und mittlere Unternehmen stehen bei der Neuanschaffung von betrieblicher Software vor dem Problem, gut programmierte und designte Programme von schlechten zu unterscheiden. „Ziel von USecureD ist es, Mittelständlern Werkzeuge an die Hand zu geben, mit deren Hilfe sie gute Auswahl- und Kaufentscheidungen treffen können. Wir entwickeln Checklisten, mit denen die Anforderungen an die neue Software konkret definiert werden können“, so Lo Iacono.

Im Kontakt mit den Herstellern setzt sich das Projekt dafür ein, dass benutzerfreundliche Sicherheit bei Softwarelösungen jeder Art als Qualitätsmerkmal beachtet wird. Deshalb sollen Guidelines entwickelt werden und eine Sammlung mit bewährten Lösungsansätzen für bekannte Probleme. „Wir stellen den Entwicklern bereits erfolgreich eingesetzte Entwurfsmuster zur Verfügung, etwa für Benutzerschnittstellen oder bestimmte Anwendungen. Dies verbessert die Qualität der Produkte und spart Zeit bei der Entwicklung“, sagt Lo Iacono.

Im Forschungsprojekt USecureD arbeitet die Fachhochschule Köln mit dem saarländischen Soft- und Hardwarelieferanten HK Business Solutions sowie sechs assoziierten Partnern zusammen. Das Projekt ist Teil des Förderschwerpunkts Mittelstand-Digital, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie(BMWi) initiiert wurde, um die Entwicklung und breitenwirksame Nutzung von IKT-Anwendungen in KMU und Handwerk voranzutreiben. Projektträger ist das DLR. Die WiK Consult übernimmt die Begleitforschung und sorgt für den Austausch der verschiedenen Projekte von Mittelstand-Digital.

Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung bei Copyright-Angabe stellen wir Ihnen unter http://www.fh-koeln.de/pressemitteilungen gerne zur Verfügung.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 23.000 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des ITT umfasst mehr als 80 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften.

Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA) und gehört dem Fachhochschulverband UAS7 an. Die EU-Kommission bestätigt der Hochschule internationale Standards in der Personalentwicklung der Forscherinnen und Forscher durch ihr Logo „HR Excellence in Research“. Die Fachhochschule Köln ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Das Projekt USecureD ist Teil der Förderinitiative „Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Der Förderschwerpunkt unterstützt gezielt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie das Handwerk bei der Entwicklung und Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). „Mittelstand-Digital“ setzt sich zusammen aus den Förderinitiativen „eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen“ mit ca. 38 eBusiness-Lotsen, „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“ mit derzeit 16 Förderprojekten und „Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand“ mit zurzeit 13 Förderprojekten.

Kontakt für die Medien
Fachhochschule Köln
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Christian Sander
02 21 / 82 75 - 35 82
pressestelle@fh-koeln.de

http://www.fh-koeln.de
http://www.facebook.de/fhkoeln
http://www.twitter.com/fhkoeln

Weitere Informationen:

http://www.usecured.de

Petra Schmidt-Bentum | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie