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UDE-Wissenschaftler erforschen Software im Auto oder Handy

16.10.2013
Sicher und bequem mit System

Regennasser Asphalt. Ein Reh springt plötzlich auf die Straße. Der Fahrer des Wagens muss scharf ausweichen, schafft es aber gerade noch, sein Auto zu kontrollieren.

Dabei hilft ihm eine Software – das Elektronische Stabilitätsprogramm, kurz ESP, ein eingebettetes System, von denen es mittlerweile zahlreiche gibt. Im Forschungsprojekt SPES XTCore untersuchen Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE), wie die Entwicklung solcher Software-Systeme verbessert werden kann. Auch ein starkes Industriekonsortium ist beteiligt.

„Die meiste Software ist heute Teil eines eingebetteten Systems, das heißt, sie ist in ein technisches Produkt integriert“, erklärt Prof. Dr. Klaus Pohl. Er leitet die Arbeitsgruppe Software Systems Engineering am paluno-Institut der UDE.

Gemeinsam mit Industriepartnern feilt paluno an Techniken, Methoden und Werkzeugen, um die industrielle Entwicklung zu verbessern. Mit seiner Arbeit schafft das UDE-Team eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass unter anderem das Autofahren und Fliegen immer gefahrloser wird oder in der Mobilkommunikation alles störungsfrei läuft.

Dabei kümmern sich die IT-Experten unter anderem um Sicherheitsnachweise und die funktionale Analyse eingebetteter Software. „Wir prüfen zum Beispiel, ob sich bestimmte Funktionen gegenseitig stören, wie ABS und ESP oder auch Fensterheber und Klimaanlage.

Insgesamt harmonisieren wir die Entwicklung“, erklärt Prof. Pohl. „Außerdem arbeiten wir an einer durchgängigen Methodik für das Engineering von eingebetteten Systemen.“ Nach diesem Modell soll künftig produziert werden.

Neben bekannten Industriepartnern wie Audi Electronics Venture, EADS, Daimler und Siemens wirken auch namhafte akademische Partner an dem Projekt mit, etwa die TU München und verschiedene Fraunhofer-Institute. SPES XTCore wird in den kommenden drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Die Fördersumme für die UDE liegt bei 1,3 Millionen Euro.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Klaus Pohl, Tel. 0201/183-4660, klaus.pohl@paluno.uni-due.de
Redaktion: Carmen Tomlik, Tel. 0203/379-2430

Carmen Tomlik | Universität Duisburg-Essen
Weitere Informationen:
http://paluno.uni-due.de

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