Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Turbolader für Supercomputer

05.05.2011
Weiterer Schritt zum energiesparenden Höchstleistungsrechnen am Jülicher Supercomputing Centre

Am Jülich Supercomputing Centre (JSC) startete jetzt das neue GPU-Computing-Cluster JUDGE (Juelich Dedicated GPU Environment). Das Cluster besteht aus 54 IBM iDataPlex-Knoten, die 108 Grafikprozessoren vom Typ NVIDIA Tesla M2050 unterstützen. JUDGE eignet sich besonders für rechenintensive Datenanalysen in Biologie, Medizin und Umweltforschung.

Mit dem Einsatz von Grafikprozessoren lässt sich die Leistung von Computern enorm steigern, ohne den Energieverbrauch zu erhöhen - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Supercomputer der Zukunft. "Nur mit entsprechenden Technologiesprüngen kann die derzeitige Spitzenleistung von Supercomputern von etwa einem Petaflop pro Sekunde bis Ende des Jahrzehnts um den Faktor 1000 auf ein Exaflop pro Sekunde gesteigert werden", sagt Prof. Thomas Lippert, Direktor des Jülich Supercomputing Centre. Ein Exaflop steht für eine Trillion Rechenoperationen - eine Eins mit 18 Nullen.

Das Jülicher JUDGE-System ist ein Hybridrechner. Es besteht aus herkömmlichen Prozessoren, die durch Graphikprozessoren verstärkt werden. Mit JUDGE soll eine Vielzahl von Anwendungen auf höchste Leistung hin optimiert werden. Neben Datenanalysen und Simulationen auf großen Sequenzen von Datensätzen im Bereich der Biologie und Gehirnforschung soll JUDGE sogenannte Ensemble-Simulationen in der Klima- und Atmosphärenforschung vorantreiben.

Das JUDGE-Cluster basiert auf 54 IBM-iDataPlex-Serverknoten mit jeweils zwölf Rechenkernen und 96 GB Hauptspeicher, sowie jeweils zwei Tesla-M2050-Grafikprozessoren von NVIDIA. IBM DataPlex ist ein System, das Energie-, Kühl- und Platzbedarf reduzieren kann.

Aus der Zusammenarbeit von IBM und JSC sind bereits einige der energieeffizientesten und leistungsstärksten Supercomputer der Welt hervorgegangen. Sie kooperierten beim Supercomputer QPACE, der durchgängig einen Platz in den Top 10 der Green500-Liste der energieeffizientesten Supercomputer belegt, und bei JUGENE, der auf Blue Gene/P basiert und mit einer Spitzenleistung von mehr als 1 Petaflop/s einer der schnellsten Rechner Europas ist.

"Da beide ihr Hauptaugenmerk auf die Entwicklung kompakter Systeme mit bisher unerreichter Leistung und Energieeffizienz legen, ergänzen sich das Forschungszentrum Jülich und IBM auf ideale Weise", sagt Martin Hiegl, Teamleiter im Bereich Deep Computing Sales bei IBM Deutschland. "In Verbindung mit den anderen leistungsstarken Supercomputern des JSC stellt das neue JUDGE-Cluster sicher, dass Deutschland flexibel genug ist, eine große Bandbreite wissenschaftlicher und technischer Herausforderungen in Angriff zu nehmen."

"Das Cluster JUDGE ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir Rechner weiterentwickeln müssen, wenn wir das Ziel des Exascale-Computing erreichen wollen. Und das nicht nur im Hinblick auf die Leistung, sondern auch auf Stromverbrauch und Energieeffizienz", so Stefan Krämer, Verkaufsleiter im Bereich Hochleistungsrechnen (HPC) bei NVIDIA. "Pilotprojekte wie JUDGE spielen in diesem Prozess eine entscheidende Rolle und sind ein wesentlicher Schritt auf dem Weg hin zu Hybridrechnern."

Informationen zum Jülich Supercomputing Centre:
http://www.fz-juelich.de/ias/jsc/DE/Home/home_node.html
Informationen zur JUGENE:
http://www2.fz-juelich.de/jsc/jugene
Informationen zu QPACE:
http://www.fz-juelich.de/portal/EN/Research/InformationTechnology/Supercomputer/QPACE.html
Pressekontakt:
Erhard Zeiss
Tel.: 02461 61 1841
e.zeiss@fz-juelich.de
Das Forschungszentrum Jülich...
... betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung, stellt sich drängenden Fragen der Gegenwart und entwickelt gleichzeitig Schlüsseltechnologien für morgen. Hierbei konzentriert sich die Forschung auf die Bereiche Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie. Einzigartige Expertise und Infrastruktur in der Physik, den Materialwissenschaften, der Nanotechnologie und im Supercomputing prägen die Zusammenarbeit der Forscherinnen und Forscher. Mit rund 4 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den großen Forschungszentren Europas.

Erhard Zeiss | Forschungszentrum Juelich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten