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TU Ilmenau nimmt Supercomputer für die Bildverarbeitung der nächsten Generation in Betrieb

26.11.2010
Die Technische Universität Ilmenau hat einen neuen Hochleistungsrechner für die Forschung im Bereich der digitalen Bildverarbeitung in Betrieb genommen, mit dem aufwändigste Berechnungen, für die bislang Stunden benötigt wurden, in wenigen Minuten ausgeführt werden können.

Mit dem Rechner, der aus hundert miteinander vernetzten Einzelcomputern besteht, können nun komplexe Anwendungsszenarien der digitalen Bildverarbeitung simuliert werden. Bei solchen Forschungsarbeiten sind pro Bild mehrere Billionen Rechenoperationen notwendig, was die Leistungsfähigkeit heutiger so genannter Mehrkernrechner bei weitem überschreitet. Mit Hilfe des neuen Supercomputers sind neuartige Algorithmen, also mathematische Handlungsvorgaben zur Lösung eines Problems, denkbar, mit denen bedeutend schnellere Messungen vorgenommen werden können als bisher.

Der Hochleistungsrechner wird am Fachgebiet Qualitätssicherung der TU Ilmenau sieben Nachwuchsforschern zur Verfügung stehen. Die damit mögliche Grundlagenforschung zur digitalen Bildverarbeitung der nächsten Generation kommt der Bildverarbeitungs- und Messtechnikbranche zugute. Fachgebietsleiter Prof. Gerhard Linß: „Der neue Rechner ist nicht nur schneller, er ist auch flexibler einsetzbar und genauer als bestehende Systeme der Bildverarbeitung. Und die Ergebnisse sind robuster, also noch verlässlicher als bisher“. Dadurch könnte künftig die Herstellung unterschiedlichster Konsumgüter wesentlich effizienter werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Investition des Computers im Rahmen der Innovationsinitiative Neue Länder „Unternehmen der Region“ mit 410.000 Euro. Bei der offizieller Einweihung wies Ministerialrat Hans-Peter Hiepe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung auf die hohe Bedeutung nachhaltiger wissenschaftlicher Spitzenforschung an der TU Ilmenau hin. Die einzige technische Universität des Bundeslandes Thüringen ist einer der größten Innovationstreiber des Landes, insbesondere auch bei der Bildverarbeitung. Für den Wirtschaftsstandort Thüringen hat die optische Industrie eine große Bedeutung. Die 171 Unternehmen der Branche beschäftigen rund 13.750 Mitarbeiter (Quelle: OptoNet e.V.).

Kontakt:
Prof. Gerhard Linß
Leiter Fachgebiet Qualitätssicherung der TU Ilmenau
Telefon: 03677/69-3822
Email: gerhard.linss@tu-ilmenau.de

Bettina Wegner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de/

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