Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Thüringer IT-Unternehmen pro Usability-Forschung

05.10.2012
Am 25. September fand im Rahmen des Forschungsprojektes KoNUS an der Fachhochschule Erfurt ein Workshop statt, bei dem den sich IT-Unternehmen aus Thüringen über aktuell bedeutsame Themen austauschten, um Software zukünftig noch besser an die Bedürfnisse der Anwender anzupassen. von Christoph Ohl

Das Projekt KoNUS läuft unter Leitung von Prof. Dr. Gabriele Schade in der Fachrichtung Angewandte Informatik der FH Erfurt (FHE). Am 25.09. waren Thüringer IT-Unternehmen zu einem Workshop über „Usability als Chance für die Thüringer IT-Landschaft: Innovation durch Kooperation“ eingeladen.

13 Vertreter mittelständischer IT-Unternehmen, die Desktop-Software, Web-Anwendungen, mobile Anwendungen und eCommerce-Anwendungen entwickeln, kamen und informierten sich über aktuelle Forschungstätigkeiten und Kooperationsmöglichkeiten der FHE.

Prof. Dr. Schade gab einen Rückblick über den Erfolg bisheriger Kooperationsprojekte. „Auch Unternehmen, mit denen wir bereits in der Vergangenheit innerhalb von größeren und kleineren Projekten zusammen gearbeitet haben, sind heute wieder unseren Ruf an die Hochschule gefolgt. Darüber bin ich froh und das zeugt von einem guten Arbeitsklima“.

Ein Impulsvortrag von Projektmitarbeiter M.Sc. Christoph Ohl zeigte den Mehrwert von Usability-Forschung und aktuellen Stellenwert von Usability in Deutschland. Usability ist in Deutschland als Thema angekommen und wird als sehr wichtig eingeschätzt. Aber immer noch muss Überzeugungsarbeit auf der Managementebene geleistet werden, um das große Potenzial dieser Forschung zu nutzen. „Die IT-Unternehmen in den USA sind hinsichtlich der Integration von Usability-Aktivitäten in ihren Software-Entwicklungsprozessen meist schon etwas reifer und können hier als Vorbild angesehen werden“, so Ohl.

Im weiteren Verlauf stießen die Ergebnisse studentischer Projekte auf großes Interesse, so die Web-Anwendung THEO von Erik Müller und Stefan Benischke, ein Werkzeug, mit dessen Hilfe ein Expertengutachten (Heuristische Evaluation) zum Überprüfen einer Software auf Usability-Fehler komplett web-basiert durchgeführt werden kann (http://theo.ai.fh-erfurt.de/).

Auch die Guideline von Stefan Drehmann mit aktuellen Empfehlungen für die Gestaltung von Ions auf mobilen Endgeräten (http://icon-guideline.de/) wurde vorgestellt. Hier wurde deutlich, dass sich die Angewandte Informatik der FHE auf das „Usability-Testing“ spezialisiert hat und an Hilfsmitteln und Werkzeugen forscht, mit denen Software-Hersteller ihre Produkte noch während der Entwicklung schnell und effizient testen und verbessern können.

Die präsentierten Projekte wurden konstruktiv diskutiert, danach arbeiteten die Teilnehmer gemeinsam an neuen Projektideen. Es zeigte sich, dass die IT-Unternehmen einen hohen Bedarf an Usability-Forschung haben und sie deshalb eine weitere Forschungs-Zusammenarbeit als sehr wichtig erachten. Für die Fachrichtung Angewandte Informatik wiederum sind die Hinweise, Anregungen und der Bedarf aus der Praxis belebende Elemente für weitere Forschungsansätze und mögliche -projekte. Ein nächster Workshop soll dazu dann im Januar 2013 stattfinden.

Roland Hahn | idw
Weitere Informationen:
http://konus.ai.fh-erfurt.de/
http://www.facebook.com/KoNUS.FHErfurt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften