Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Technologie für ältere Menschen mit WEITBLICK

17.12.2009
Nach nur gut einem Jahr präsentieren die Technische Universität Ilmenau, die Arbeiterwohlfahrt Thüringen und zwei mittelständische Unternehmen modernste Technologien für ältere Menschen: Das mobile Notrufsystem "Mambo 2" und "InfoMax", ein Informationsterminal mit seniorengerechter Bedienung.

Beide Entwicklungen sind speziell auf ältere Menschen zugeschnitten, da sie ohne jegliche Vorkenntnisse bedient werden können. So gibt InfoMax sozusagen per Knopfdruck Auskünfte zu den verschiedensten Themen wie Medizin, Pflege, Freizeit-, Kultur- und Sportangebote.

Mambo 2 und InfoMax sind Ergebnis des gemeinsamen Projektes WEITBLICK. Das Akronym WEITBLICK steht für "Wissensbasierte Technologien und bedarfsgerechte Leistungen für Senioren durch individualisierte Care-Konzepte".

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt forciert die Entwicklung von Assistenzsystemen, die perfekt an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst sind. Prof. Christoph Ament, Projektleiter bei der TU Ilmenau: "Es gibt viele Senioren, die in ihren Möglichkeiten eingeschränkt sind und keinen Zugang zu vorhandenen sozialen oder gesellschaftlichen Angeboten haben". WEITBLICK soll es älteren Menschen erleichtern, sich in ihrem sozialen Umfeld zurecht zu finden und es ihnen ermöglichen, länger in ihrem eigenen zu Hause zu bleiben, selbst wenn sie Hilfe benötigen. Bis zum Jahr 2011 soll das Projekt ein Assistenzsystem für ältere Menschen entwickeln, das sich den jeweiligen Bedürfnissen der Nutzer anpasst.

Erste Praxistests hat InfoMax bereits bestanden: So nutzten die Bewohner von zwei Seniorenpflegeheimen den Speiseplan ihres Mittagstischs oder die Angebote für hauswirtschaftliche Hilfen des ambulanten Pflegedienstes. Zwar kann InfoMax noch vieles mehr, aber die Benutzer werden nur langsam an die neuen Technologien heran geführt.

Katrin Lienert, Projektverantwortliche bei der Arbeiterwohlfahrt Thüringen: "Für den Anfang haben wir das Angebot einfach gehalten, um die Senioren nicht zu verwirren". Mehr Informationen werden erst nach und nach in das System eingespeist. In der Tat ist es ein großes Problem, ob ältere Menschen neue Technologien akzeptieren. Daher werden die späteren Nutzer der Systeme von Anfang an in deren Entwicklung mit einbezogen.

Bettina Wegner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt: Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab – ZuFOR
30.03.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE