Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Standards für die smart city setzen

19.11.2012
Intelligente Verkehrssteuerung, Telemedizin, assistenzgestütztes Wohnen in den eigenen vier Wänden trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen: Die Stadt der Zukunft wird vernetzt sein.
Aber wer legt dazu die Standards fest, und wie sieht das Betriebssystem einer Smart City aus? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich ein neuer Verein, der am 20. November unter der Leitung des Ingenieurwissenschaftlers Prof. Dr. Pedro José Marrón von der Universität Duisburg-Essen (UDE) gegründet wird.

Er soll die Früchte der gemeinsamen Arbeit im europäischen Forschernetzwerk CONET („Cooperating Objects Network of Excellence“) verstetigen, dessen Projektförderung in diesem Monat ausläuft. Prof. Marron: „Ich bin davon überzeugt, dass unsere Netzwerk-Idee erfolgreich ist.“ Mit 16 Hauptpartnern und 25 assoziierten Mitgliedern aus Wissenschaft und Industrie zählt die CONET-Gruppe zu den europäischen Leuchttürmen im Bereich der Cyber-Physical-Systeme. Darunter wird die Verknüpfung verschiedener mobiler und eingebetteter Geräte, wie Sensorknoten oder Smartphones, verstanden – einer Zukunftstechnologie mit enormem Anwendungspotenzial.
UBICITEC e.V. (European Center for Ubiquitous Technologies and Smart Cities) bündelt in der Gründungsphase zunächst 20 CONET-Partner, die in einer Matrix-Struktur Forschungs- und Entwicklungsarbeiten vorantreiben. Themenfelder sind zum Beispiel Sensornetze, Mobile Technologien, Robotik oder Cloud Computing. Um die Ergebnisse in die Praxis zu übertragen, sollen Pilotprojekte gemeinsam mit der Industrie erarbeitet werden, etwa im Bereich des Ambient Assisted Living (Unterstützungssysteme für die Alltagsbewältigung älterer und/oder benachteiligter Menschen), intelligente Stromnetze, Smart Airports, eHealth oder intelligente Verkehrsmanagement-Systeme. UBICITEC e.V. unterstützt die Initiative „Morgenstadt“ der Fraunhofer-Gesellschaft, um möglichst große Synergieefeekte zu ermöglichen.

Prof. Marron: „Unser Hauptforschungsziel ist das Erarbeiten und Standardisieren eines ‚Betriebssystems‘ für eine Smart City. Damit werden die Infrastruktur und Dienste festgelegt, die Städte leisten müssen, um das Gütesiegel ‚smart‘ erhalten zu können.“ Seine 18-köpfige Networked Embedded Systems-Gruppe an der UDE beschäftigt sich seit sechs Jahren u.a. mit Fragen der effizienten Vernetzung, der Systemsoftwares oder auch skalierbare Kommunikationsstrukturen für Sensornetze, mobile Systeme und Cyber-Physikalischen Systeme.
Weitere Informationen:
• Prof. Dr. Pedro José Marrón, Tel. 0203/379-1803, pjmarron@uni-due.de
Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430

Beate Kostka | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de
http://www.nes.uni-due.de/research/projects/conet/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Quantenlineal für Biomoleküle

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Prostatakrebs: Bluttest sagt Tumorresistenz vorher

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

IVAM-Marketingpreis würdigt zum zehnten Mal überzeugendes Technologiemarketing

22.08.2017 | Förderungen Preise