Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sony zeigt aufrollbares OLED-Farbdisplay

26.05.2010
Kombination mit organischen Transistoren für höchste Flexibilität

Sony hat anlässlich der SID Display Week 2010 ein OLED-Display im 4,1-Zoll-Format vorgestellt, das hochgradig flexibel ist. Als dem Unternehmen zufolge erstes OLED-Panel der Welt kann es bewegte Bilder in Farbe darstellen, selbst, wenn das Display kompakt aufgerollt wird. Möglich macht das die Kombination von OLEDs mit speziellen organischen Dünnfilm-Transistoren (OTFTs).

Ultradünn aufrollbar

Der Sony-Prototyp bietet dem Unternehmen zufolge mit 432 mal 240 Pixel 121 Pixel pro Zoll und über 16 Mio. Farben die beste je erreichte Auflösung für ein OTFT-OLED-Display. Gleichzeitig ist das Panel nur 80 Mikrometer dick und extrem flexibel. Es lässt sich auf einem Zylinder aufrollen, der mit vier Millimetern einen kleineren Durchmesser hat als ein handelsüblicher Bleistift. Bewegte Bilder können dabei auch dann dargestellt werden, wenn das Display gedehnt wird.

Um das extrem biegbare OLED-Display zu ermöglichen, hat Sonys Forschungsabteilung auf Transistoren aus einem speziellen organischen Halbleitermaterial gesetzt, die eine achtmal höhere Strommodulation bieten als konventionelle OTFTs. Sie werden für einen flexiblen Gate-Treiber genutzt, der mit den OLEDs einem nur 20 Mikrometer dicken flexiblen Substrat integriert wird.

Forschungsarbeit

Sony geht davon aus, dass derartige Displays dünne, leichte, strapazierfähige und mobile Geräte mit attraktiven Formfaktoren ermöglichen werden. Wirklich konkrete Vorstellungen zu deren Aussehen hat das Unternehmen aber offenbar noch nicht. Dazu, wie lange es dauern wird, ehe die aufrollbaren OLED-Displays den Markt erreichen, gibt es ebenfalls noch keine Angaben.

Die Forschungsarbeit an den flexiblen Panels geht indes weiter. Das Unternehmen will sie noch performanter und zuverlässiger machen. Außerdem wird an einem einfachen, material- und energieeffizienten Herstellungsprozess auf Basis von Lösungs- und Druckverfahren gearbeitet.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.sid2010.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten