Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Software verschafft Überblick in großen Dokumenten

22.07.2014

Eine Software soll künftig große Schriftstücke wie z.B. Ausschreibungsunterlagen, die häufig mehr als tausend Seiten umfassen, besser analysieren können.

Experten der globalen Siemens-Forschung Corporate Technology entwickelten einerseits eine Suche, die es ermöglicht nach Schlüsselwörtern und Textpassagen in allen Dokumenten z.B. einer Ausschreibung gleichzeitig zu suchen, ohne die Dokumente selbst öffnen zu müssen.


Das macht die Suche sehr schnell. Im Millisekundenbereich kann der Nutzer sich die Ergebnisse in den Dokumenten selbst anschauen. Andererseits entwickelten sie eine Komponente, die die Veränderungen der Anforderungen gegenüber früheren Versionen prüft.

Wie die Zeitschrift Pictures of the Future in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, soll am Ende eine semantischen Software stehen, die Zusammenhänge erkennt und so relevante Informationen findet. Ursprünglich entwickelte Corporate Technology die Software im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zur Digitalisierung aller Grundbücher in Deutschland.

Gesucht war eine Technik, um aus den Grundbüchern der vergangenen 50 Jahre - rund 500 Millionen pdf-Seiten - automatisiert Informationen wie Eigentümer, Grundstückgröße oder Hypothekenbelastungen zu erfassen.

Die Software musste in der Lage sein, unter Ausnutzung der  Dokumentstruktur die jeweiligen Informationen zu extrahieren. Dabei musste sie auch für Scans schlecht kopierter Schreibmaschinenseiten oder für mehrfach korrigierte Dokumente funktionieren.

ei der Weiterentwicklung der Software für industrielle Ausschreibungen arbeiten die CT-Forscher eng mit Kollegen aus den jeweiligen Siemens-Geschäften zusammen. Auf dieser Basis entwickeln die Forscher charakteristische Such-Algorithmen, um im Dokument alle Informationen zu bestimmten Themen, beispielsweise zu Sicherheit oder Emissionsschutz zu finden. 

Weil im Laufe eines Projekts Ausschreibungen wiederholt angepasst werden, identifiziert die Software in einem zweiten Schritt Änderungen gegenüber vorherigen Versionen und zeigt sie dem Nutzer an. In einem dritten Schritt werden Analogien zu früheren, ähnlichen Ausschreibungen gesucht, so dass die Nutzer sehen können, wie bestimmte Anforderungen damals bewertet wurden.

Insgesamt spart die automatisierte semantische Auswertung großer Ausschreibungs-Dokumente Zeit, vermeidet Fehler und macht es einfacher, kurzfristige Änderungen zu integrieren und zu analysieren. (2014.07.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt: Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab – ZuFOR
30.03.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Herzerkrankungen: Wenn weniger mehr ist

30.03.2017 | Medizin Gesundheit

Flipper auf atomarem Niveau

30.03.2017 | Physik Astronomie

Europaweite Studie zu „Smart Engineering“

30.03.2017 | Studien Analysen