Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Smartes Internet aus Würzburg

26.03.2013
Schnell, kostengünstig, energieeffizient: heutige Internetanwendungen müssen unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden. Darum arbeiten Informatiker der Uni Würzburg an einem verbesserten Verkehrsmanagement für sie. Die Europäische Union fördert das Projekt mit knapp drei Millionen Euro.
Ob daheim am PC oder unterwegs mit dem Handy: Heutige Internetanwendungen wie Video Streaming, Internet-Telefonie (VoIP) oder Cloud-Dienste sind überall verfügbar. Die unterschiedlichsten Zugangstechnologien wie DSL oder Mobilfunk unter einen Hut zu bekommen und dabei trotzdem für alle Nutzer eine zufriedenstellende Benutzung anzubieten, ist eine der Hauptaufgaben von Service- und Netzwerkbetreibern.

Soziale Netzwerke stellen neue Anforderungen

Gleichzeitig werden soziale Netzwerke wie Facebook immer beliebter und begeistern Millionen von Nutzern. Die weitverbreitete Verwendung von sozialen Netzwerken hat dabei die Art und Weise geändert, wie Inhalte im Internet konsumiert werden. Immer häufiger sind es Informationen, die auf sozialen Netzwerken kursieren, die den Abruf und die Beliebtheit von Inhalten wie zum Beispiel Videos beeinflussen.

„Wenn ein Schüler aus Würzburg ein lustiges Video bei Facebook postet, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass auch seine Mitschüler dieses Video anschauen wollen. Anstatt das Video nun jedes Mal von einem Streaming-Server aus Amerika zu übertragen, wäre es viel geschickter, das Video in der Nähe von Würzburg zwischenzuspeichern, so dass die Übertragungswege kürzer werden“, beschreibt Dr. Tobias Hoßfeld ein anschauliches Beispiel. Da soziale Informationen jedoch in immer mehr Bereichen verfügbar werden, seien noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten denkbar.

Die Beteiligten

Hoßfeld ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kommunikationsnetze, den Professor Phuoc Tran-Gia leitet. Seit November 2012 arbeiten die IT-Experten in einem europäischen Konsortium daran, neue Mechanismen für das Management von Netzwerkverkehr von Internetanwendungen zu entwickeln.

Die Würzburger kooperieren dabei mit vier Telekommunikationsunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Griechenland und Italien sowie mit fünf Universitäten aus Deutschland, Griechenland, Polen und der Schweiz. Von deutscher Seite sind neben der Uni Würzburg die Technische Universität Darmstadt und die Telekom Deutschland GmbH beteiligt.

Für alle Partner stellt die Europäische Union in den kommenden drei Jahren rund drei Millionen Euro bereit. Das Projekt trägt den Namen SmartenIT: Socially-aware Management of New Overlay Application Traffic combined with Energy Efficiency in the Internet.

Kontakt

Prof. Dr. Phuoc Tran-Gia, T: (0931) 31-86630,
E-Mail: trangia@informatik.uni-wuerzburg.de

Dr. Tobias Hoßfeld, T: (0931) 31-86641,
E-Mail: hossfeld@informatik.uni-wuerzburg.de

Gunnar Bartsch | Uni Würzburg
Weitere Informationen:
http://www.smartenit.eu/
http://www.uni-wuerzburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten