Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Smart Services in der Cloud entwicklen

03.02.2015

Cloudbasierte Plattform unterstützt das systematische Entwerfen und Umsetzen von Smart Services

Immer mehr produzierende Unternehmen erweitern ihr Kerngeschäft um Dienstleistungen. Besonders Erfolg versprechend sind dabei »Smart Services«, die Menschen, Dinge und Daten intelligent vernetzen. Im EU-Projekt »Manufacturing Service Ecosystem (MSEE)« entstand mit Hilfe von 19 Partnern eine cloudbasierte Softwareplattform, die Unternehmen bei der Entwicklung solcher Services unterstützt.

Mit sogenannten »Smart Services« haben produzierende Unternehmen in einer vernetzten Industrie 4.0 künftig neue Möglichkeiten zur Kundenbindung oder auch zur vereinfachten Bedienung von Maschinen und Geräten. Hinter dem Begriff »Smart Services« stehen digitale Dienstleistungen, die über das Internet mit den unternehmenseigenen oder fremden Wertschöpfungsketten verbunden sind. Sie ermöglichen daten- und dienstbasierte Geschäftsmodelle, wie beispielsweise Sharing-Dienste.

Service Lifecycle Management für Smart Services

Das Fraunhofer IAO hat im Rahmen des Projekts ein Service Lifecycle Management konzipiert, mit dessen Hilfe der Service softwaregestützt von der Idee über die Konzeption bis zur Implementierung entwickelt und erbracht werden kann. Eine neue Service-Idee kann beispielsweise über ein Webportal erfasst werden und von anderen Kunden per Handy kommentiert werden. Die Konzeptionsphase beginnt mit der technologieunabhängigen Geschäftsprozessmodellierung und endet bei der technologieabhängigen Modellierung von mobilen Anwendungen in Handys oder Tablets und deren anschließender Umsetzung.

An zwei Unternehmensbeispielen wurde das Service Lifecycle Management umgesetzt: Bei dem belgischen Anbieter BIVOLINO wurde eine App für Tablets entwickelt, mit der maßgeschneiderte Herrenhemden konfiguriert und bestellt werden können. Der niederländischen Serviceprovider TPVision erstellte eine App, mit der sich das Ambilight-Lichtsystem eines PHILIPS-Fernsehers an Fußballspiele anpasst: Das System reagiert auf den Spielverlauf und schafft so auch im Wohnzimmer eine faszinierende Stadionatmosphäre.

Smart Service – ein Baustein für Industrie 4.0

Für produzierende Unternehmen sind Smart Services wichtige Bausteine, um die Vernetzung von Produkten und Dienstleistungen voranzutreiben. Dies ermöglicht es Unternehmen ihren Kunden zukünftig noch zielgruppenspezifischere Services anbieten zu können. Darüber hinaus bietet die cloudbasierte Plattform eine vereinfachte Möglichkeit für die Entwicklung, Erbringung und das Controlling der Services.

Kontakt:

Dr.-Ing. Mike Freitag
Dienstleistungsentwicklung
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-5105
mike.freitag@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2124
presse@iao.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://www.msee-ip.eu - EU-Projekt »Manufacturing Service Ecosystem (MSEE)«
http://www.researchgate.net/publication/269332646 - Service Engineering and Lifecycle Management for IT-Services
https://www.youtube.com/watch?v=7gRrFpuNSXw - MSEE Project Video
http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/geschaeftsfelder/dienstleistungs-und-person...

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht TU Ilmenau entwickelt Chiptechnologie von morgen
20.04.2017 | Technische Universität Ilmenau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen