Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Smart Data, aber richtig

07.08.2014

Die Hochschule Zittau/Görlitz arbeitet unter der Leitung von Professor Jörg Lässig an der Entwicklung von Datenanalyseverfahren für Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung von Datenschutzinteressen

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt CoPPDA – Corporate Privacy Preserving Data Analysis für Unternehmen, das im Rahmen der Initiative FHprofUnt 2013 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird, startete im September 2013 an der Hochschule Zittau/Görlitz.


CoPPDA-Projektteam v.l.n.r. Daniel Tasche, Hendrik Kunert, Jens Heider, Jörg Lässig

Foto: HSZG

Zwei Mitarbeiter der EAD-Forschungsgruppe um Prof. Dr. Jörg Lässig (Enterprise Application Development Group ) arbeiten an der Erforschung und Implementierung von Methoden, welche die Zusammenarbeit von Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung von Datenschutz- und Datensicherheitsaspekten verbessern sollen. Neben Jens Heider und Daniel Tasche sind auch Studenten der Hochschule Zittau/Görlitz am Vorhaben beteiligt, etwa mit Abschlussarbeiten im Rahmen des Informatikstudiengangs.

Prof. Lässig konnte verschiedene Kooperationspartner aus der Wirtschaft und Forschung für eine Zusammenarbeit gewinnen. Zu diesen zählen unter anderem das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz , die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg , die Chemnitzer ARC Solutions GmbH und das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme in Sankt Augustin.

Die Partner unterstützen das Projekt bei der Durchführung – etwa bei der Realisierung einer auf die Projektinhalte gerichteten Unternehmensbefragung – und sind am Austausch von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen sowohl untereinander also auch mit der Hochschule Zittau/Görlitz beteiligt. Als besonders wichtiger Projektpartner ist dabei die Dortmunder RapidMiner GmbH hervorzuheben.

In enger Zusammenarbeit findet ein Erfahrungs- und Forschungsaustausch statt und es wird gemeinsam an einer Erweiterung der OpenSource Data-Mining Software RapidMiner gearbeitet, die um neue Privacy Preserving Data Mining (PPDM) Methoden für die unternehmensübergreifende Datenanalyse erweitert werden soll.

Im Rahmen des Projekts wird zunächst ein Leitfaden für Unternehmen entwickelt, welcher die Voraussetzungen, Möglichkeiten, Verfahren und Anwendung von PPDM-Analysen vermittelt. Dies geht einher mit einer Integration der Inhalte in die Lehre im Fachbereich Informatik.

Eine Unternehmensbefragung soll zunächst klären, inwieweit die neuen PPDM-Verfahren in Unternehmen bekannt sind und für welche der Verfahren (Klassifikation, Cluster-Analyse, Warenkorbanalyse, Regression) die größte Nachfrage besteht. Darüber hinaus wird eruiert, welche Maßnahmen geeignet sind, um für die neuen Verfahren eine breite Anwendung in Unternehmen zu motivieren. Dies wird in einer Akzeptanzanalyse genauer untersucht.

Ein wichtiges Ziel des Forschungsprojekts ist dann die Entwicklung einer Softwarelösung, mit der Daten mit Hilfe von PPDM-Algorithmen in verteilten Anwendungen unter besonderer Berücksichtigung von Datenschutzinteressen durch Unternehmen verarbeitet und analysiert werden können.

Dies trägt zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der anwendenden Unternehmen bei, etwa durch die Reduktion von Kosten, durch Möglichkeiten zur schnelleren Reaktion auf veränderte Anforderungen sowie durch eine verbesserte Ressourceneffizienz. Hierfür wird aktuell ein erster Prototyp entwickelt.

Das Projekt läuft noch bis September 2015.

Kontakt für Rückfragen:
Hochschule Zittau/Görlitz
Prof. Dr.-Ing. Jörg Lässig
E-Mail: jlaessig@hszg.de

Weitere Informationen:

http://www.enterprise-application-development.org/ - weitere Informationen zum Projekt

Hella Trillenberg | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Klick-Tagebuch: App-Projekt der HdM erlaubt neuen Ansatz in Entwicklungsforschung
11.01.2017 | Hochschule der Medien Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Feinstaub weckt schlafende Viren in der Lunge

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Energieeffizienter Gebäudebetrieb: Monitoring-Plattform MONDAS identifiziert Einsparpotenzial

16.01.2017 | Messenachrichten

Nervenkrankheit ALS: Mehr als nur ein Motor-Problem im Gehirn?

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie