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ViaCC ermöglicht es, Rauch und Dampf sowie Flüssigkeitsleckagen und Farben zu erkennen. Die Software stellt eine Erweiterung zu den klassischen Sensoren in der Automatisierungswelt dar und trägt dazu bei, Produktionsstopps und -ausfällen vorzubeugen.
In Industrieumgebungen, speziell im Kraftwerks- oder im Öl- und Gasbereich, müssen Leckagen an Leitungssystemen, Ventilen und kritischen Übergabepunkten möglichst schnell erkannt werden. Nur so können rechtzeitig entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Denn unentdeckte Leckagen können zu Ausfallzeiten und − etwa beim Auslaufen von Öl − zu Umweltver-schmutzungen führen sowie die Fertigungsqualität der Anlage verschlechtern. Doch Druckabfall, Temperaturänderungen, Dampf- oder Rauchentwicklung lassen sich in bestimmten Umgebungen nur schwer oder zu ungenau überwachen. Eine entsprechende Sensorik ist häufig nicht vorhanden oder ein Einbau zu kostspielig. Zudem erkennen spezialisierte Sensoren nur bestimmte Leckagen.
Aus diesem Grund hat Siemens die ViaCC-Software zur Videoanalyse entwickelt. Sie beinhaltet beliebig kombinierbare Detektionsverfahren, die sich unter anderem zum Erkennen von Kanten, Farben und Bewegungen eignen. Bis zu zwölf Kameras erfassen und übertragen etwa 200 Bilder pro Sekunde und je Server. ViaCC lässt sich vollständig in verschiedene Automatisierungssysteme wie T2000/3000 und PCS 7 oder via Gateway auch in Fremdsysteme integrieren.
Der Automatisierungszustand und die Live-Situation werden dabei direkt gekoppelt. Dadurch können Prozessdaten direkt in das Videobild eingeblendet und gespeichert sowie Bilder prozessabhängig aufgeschaltet und/oder aufgenommen werden. Die Video-Detektionsdaten, beispielsweise eine Kantenabweichung oder Farbänderung, werden anschließend zurück in das Automatisierungssystem gespielt.
Das Live-Bild der Störung ermöglicht gezielte Serviceeinsätze mithilfe von Ersatzteilen und Werkzeugen. Die nachträgliche Analyse der Videodaten in Form eines Störungsverlaufs dient später als Basis für zukünftige Optimierungsmaßnahmen und erhöht die Anlagenverfügbarkeit.
Die Via-CC-Videoanalyse wird unter anderem eingesetzt, um kritische Pipelineabschnitte zu überwachen oder einen Schwelbrand beziehungsweise eine Rauchgasentwicklung in geschlossenen Räumen zu erkennen. Durch die Kombination der unterschiedlichen Detektions-Verfahren kann Via CC zudem branchenspezifisch sowie auf individuelle Kundenanforderungen angepasst werden.
Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 222 000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2008 (30. September) ein Ergebnis von 3,86 Mrd. EUR bei einem Umsatz von 38 Mrd. EUR.
Die Siemens-Division Industry Solutions (Erlangen) gehört mit den Geschäftsaktivitäten Siemens VAI Metals Technologies (Linz, Österreich), Siemens Water Technologies (Warrendale, Pennsylvania, USA) und Industrial Technologies (Erlangen) zu den weltweit führenden Lösungsanbietern und Dienstleistern für Anlagen der Industrie und Infrastruktur. Mit eigenen Produkten, Systemen und Verfahrenstechnologien entwickelt und baut Industry Solutions für Endkunden Anlagen, nimmt diese in Betrieb und betreut sie über deren gesamten Lebenszyklus. Mit weltweit rund 31.000 Mitarbeitern erreichte Siemens Industry Solutions im Geschäftsjahr 2008 einen Auftragseingang von 8,415 Milliarden Euro.
Rebecca Zapfe | Quelle: Siemens Industry
Weitere Informationen: www.siemens.de/Video_fuer_Energie
www.siemens.de/Video_fuer_Automatisierung
www.siemens.com/industry
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