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Sicherheits- und Überwachungskonzept für Start- und Landebahnen

23.04.2010
Das Zentrum für Sensorsysteme der Universität, die Fraunhofer-Institute FHR und FKIE in Wachtberg und sowie PMDTechnologies (Siegen) kooperieren bei der Entwicklung eines allwettertauglichen Prüfsystems für Start- und Landebahnen. Das NRW-Innovationsministerium stellt dazu insgesamt 2,7 Mill. Euro zur Verfügung.

Starts und Landungen sind die problematischsten Phasen für jedes Flugzeug, dabei ist ein stets einwandfreier Zustand der Verkehrsflächen und Landebahnen von Flughäfen essentiell. Ein häufig eintretender Fall mit hohem Gefahrenpotential sind Fremdkörper auf Taxi- oder Runways, die startende oder landende Flugzeuge erheblich beschädigen können.

"Der Absturz der Concorde in Paris am 25.Juli 2000 ist hierauf zurückzuführen", so Dr. Klaus Hartmann, Geschäftsführer des Zentrums für Sensorsysteme (ZESS) an der Universität Siegen.

Eine ständige Kontrolle der Runways ist flächendeckend bis heute nicht möglich. Eine sporadische manuelle Prüfung ist sehr zeitaufwendig, fehleranfällig und läuft den Anforderungen einer kontinuierlichen Belegung von Start- und Landebahn durch Flugzeuge entgegen.

Das nordrheinwestfälische Innovationsministerium fördert jetzt die Entwicklung eines allwettertauglichen Sensorsicherheitssystem, das vom ZESS in Kooperation mit den Fraunhofer-Instituten Hochfrequenzphysik und Radartechnik/FHR und für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie/FKIE in Wachtberg erarbeitet wird. Das ZESS ist dabei mit über 575.000 Euro an dem Projekt beteiligt. Insgesamt fließen mit dem Projekt rund 1,7 Mill. Euro nach Siegen, denn auch das aus der Universität hervorgegangene Unternehmen PMD-Technologies ist an der Entwicklung beteiligt.

Prof. Dr. Otmar Loffeld, Vorsitzender des ZESS, zum Ziel des Projekts: "Wir entwickeln ein Sicherheits- und Überwachungskonzept auf Basis eines Multimodalen Sensornetzwerks zur kontinuierlichen Zustandskontrolle der Start- und Landebahnen".

Eine Kombination von hochauflösenden Radarsystemen mit hochauflösenden, selbstbeleuchtenden optischen 2D/3D-Kamerasensoren soll ein innovatives Assistenzsystem zu schaffen. Das zuständige Flughafenpersonal erhält umfassende Informationen über den Zustand seiner Verkehrsflächen, vor allem eine Lageinformation in Echtzeit. Durch den Einsatz von komplexer Datenfusionsalgorithmen können alle so gewonnenen Informationen zu einem verlässlich arbeitenden, witterungs- und umgebungslichtunabhängigen System mit geringer Fehlalarmrate kombiniert werden.

Kordula Lindner-Jarchow | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-siegen.de

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