Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sicherheit und Effizienz im Rechenzentrum

20.02.2014
Einer der grünsten Supercomputer der Welt, der Piz Daint, verdankt seine Effizienz intelligenter Steuerungstechnik von Siemens.

Der Neubau des Schweizer Nationalen Hochleistungsrechenzentrums (CSCS) in Lugano ist eines der energieeffizientesten Gebäude für Supercomputer weltweit.



Erreicht wurde dies unter anderem durch die Nutzung des kalten Wassers aus dem Luganer See, wodurch auf eine stromintensive Kühlanlage verzichtet werden konnte. Der Piz Daint belegt den vierten Platz auf der Green500, der Liste der 500 energieeffizientesten Supercomputer.

Von Siemens stammen nicht nur die Brandschutz- und Sicherheitssysteme des Gebäudes, sondern auch die gesamte Automation zur Regelung von Klima und Beleuchtung. Nachdem der Neubau im August 2012 eingeweiht wurde, passierte der Rechner, der nach dem Berg Piz Daint im Kanton Graubünden benannt ist, im Herbst 2013 die Petaflop-Marke, das sind in der Sekunde 1.000.000.000.000.000 Rechenoperationen. Inzwischen erreicht der Rechner mehr als vier Petaflops. Im April 2014 soll er in den Regelbetrieb des CSCS übergehen.

Der Gebäudebetrieb für Hochleistungsrechenzentren ist extrem anspruchsvoll. Zum einen greift eine Vielzahl an Institutionen auf die Rechner und Datenspeicher zu, so dass unter allen Umständen ein zuverlässiger Betrieb gewährleistet sein muss. Neben der Stromversorgung betrifft dies auch die Kühlung der Rechner. Dazu kommt, dass im Ernstfall nicht nur Menschen und Geräte bedroht sind, sondern auch die teilweise unwiederbringlichen Datenmengen und Rechenprogramme geschützt werden müssen. Die Anforderungen an Brandschutz, Gebäudesicherheit und Zuverlässigkeit sind dementsprechend hoch.

Siemens installierte das Gebäudemangementsystem Desigo für die Regelung von Heizung, Klimaanlage, Lüftung und Beleuchtung. Desigo umfasst alle Funktionsebenen von einer zentralen Leitstelle bis hin zur Steuerung einzelner Räume. Es greift auf rund 4.000 Datenpunkte und 21 Unterzentralen in dem Gebäude zu.

Dazu kommen Netzwerk-Videokameras für die Gebäudesicherheit, umfassende Brandschutzanlagen inklusive Rauchabsaugungen für die Rechnerschränke und modernste Evakuierungssysteme, die den Menschen über Sprachansagen den Weg nach draußen weisen.

Die Gebäudesteuerung und die Brandschutzfunktionen werden über eine Zentrale bedient, die Desigo-Leitstelle. Die Netzwerkinfrastruktur ist für alle Gewerke hochredundant ausgelegt. Vor allem die zentrale Leitebene ist durch einen zweiten, voll funktionsfähigen Server abgesichert.

Besonders wichtig für die Betreiber des Rechenzentrums war, dass Siemens eine Komplettlösung anbot und vor Ort über eigene Servicetechniker verfügt. So wurden die betrieblichen Einschränkungen bei der Umsetzung des Projektes auf ein Minimum reduziert. (2014.02.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Wie Drohnen die Unterwelt erkunden
21.02.2018 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Neuer 3D Portrayal Service Standard veröffentlicht
20.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics