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Schnellster Rechner Europas in Jülich eingeweiht

26.05.2009
Gleich drei Supercomputer für die europäische Forschung wurden heute in Jülich mit einem Festakt im Beisein der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, und des Ministerpräsidenten des Landes NRW, Dr. Jürgen Rüttgers, eingeweiht.

Darunter ist auch der Superrechner JUGENE, der mit einer Rechenleistung von einem Petaflop/s, also einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde, der derzeit schnellste Rechner Europas ist.

"Der Supercomputer im Forschungszentrum Jülich zeigt: Nordrhein-Westfalen liegt schon jetzt in strategisch wichtigen Bereichen an der Spitze", sagte Ministerpräsident Rüttgers. "Wir wollen Nordrhein-Westfalen zum Innovationsland Nummer eins machen - und das Forschungszentrum Jülich wird mit seiner exzellenten Forschung einen großen Teil dazu beitragen."

"Das ist ein guter Tag für das deutsche Gauss-Zentrum und auch ein guter Tag für Europa. Mit der Anschaffung von JUGENE belegt Deutschland seinen Führungsanspruch im Supercomputing", sagte Bundesministerin Schavan. Die drei nationalen Höchstleistungsrechenzentren in Stuttgart, Garching und Jülich bilden zusammen das Gauss-Zentrum für Supercomputing. Sie stimmen sich innerhalb Deutschlands ab, um wissenschaftlichen Anwendern durch Hardware, Software und Support ein optimales Forschungsumfeld zu bieten. "Der heutige Tag bestärkt uns", so Schavan, "dass das partnerschaftliche Modell Deutschlands im Supercomputing richtig ist."

"Mit dem Supercomputer JUGENE sichern wir für den Standort Europa einen unabhängigen Zugang zu einer entscheidenden Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts", sagte Prof. Dr. Achim Bachem, Vorstandvorsitzender des Forschungszentrums Jülich und Koordinator der europäischen Supercomputing-Allianz PRACE. PRACE wird von der EU gefördert und wird den Aufbau einer europaweiten Rechner-Infrastruktur koordinieren. Bachem dankte insbesondere dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen für die langjährige Unterstützung und den finanziellen Einsatz.

Forscher aller Fachrichtungen nutzen Supercomputer, um zu klären, wie das Klima sich wandelt, wie sich Proteine in Zellen falten, wie neue Halbleiter funktionieren oder wie Brennstoffzellen zu verbessern sind. Jülich setzt auf ein System von sich ergänzenden Rechnern, um für alle Anwendungen die geeignete Plattform zu bieten.

"Der neue Jülicher Supercomputer wird eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde ausführen können, kurz ein Petaflop/s", erklärte der Direktor des Jülich Supercomputing Centre, Prof. Dr. Dr. Thomas Lippert. "Dabei nutzt JUGENE die derzeit energieeffizienteste Computer-Technologie", so Lippert.

Anne Rother | Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de/portal/forschung/highlights/supercomputer
http://www.fz-juelich.de/portal/index.php?cmd=show&mid=704&index=163

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