Anzeige
Da bei drahtlosen Netzwerken (WLAN) immer größere Datenmengen in kürzester Zeit übertragen werden sollen, müssen in Zukunft neben den üblichen Frequenzbändern auch neue Frequenzbereiche genutzt werden. Viele Anwendungen verlangen dabei eine Ortsbestimmung (Lokalisierung) der mobilen Empfangsgeräte.
Trotz aller Bemühungen sind jedoch GPS-basierte Systeme für den Einsatz in Gebäuden nicht bzw. nur bedingt geeignet. Eine vielversprechende Lösung ist, bekannte WLAN-Systeme bei 2,4 GHz und 5 GHz auch für die Lokalisierung nutzbar zu machen. Die Genauigkeit ist in diesen Frequenzbereichen jedoch durch die geringe verfügbare Bandbreite sehr begrenzt.
Als Alternative bietet sich an, auf das 60-GHz-Band auszuweichen, das eine zentimetergenaue Lokalisierung technisch möglich macht. Anwenden lässt sich die zu erforschende Technologie beispielsweise im Automobilbereich zur Bewertung von Verkehrslagen und zur Auslösung einer automatisierten Reaktion.
Das Projekt „PreLocate“ erweitert neuartige Kommunikationssysteme im 60-GHz-Band für die Abstandsmessung und die Lokalisierung mobiler Terminals. „Damit erschließen sich neue Anwendungsbereiche, die bisher beispielsweise RADAR-Verfahren vorbehalten waren, jedoch keine aktive Kommunikation ermöglichen“, sagt Beate Meffert, Professorin für Signalverarbeitung und Mustererkennung an der Humboldt-Universität. „PreLocate“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Informatik der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und des Leibniz Institutes für Innovative Mikroelektronik GmbH (IHP) unter Leitung der Elektronikfirma InnoSenT GmbH. Erforscht und umgesetzt wird ein System, das eine gerichtete Kommunikation und eine genaue Lokalisierung von beweglichen Geräten möglich macht. Zukünftige Anwendungen finden sich beispielsweise in der Fahrzeugkommunikation oder in der Rangier- und Positionierungsunterstützung im Lager- und Transportwesen.
Das verwendete Verfahren zur Lokalisierung funktioniert nach dem „Round-trip-Phase“-Prinzip und wurde von der HU und dem IHP Frankfurt (Oder) entwickelt und optimiert. Dieses Verfahren beruht darauf, dass Funksignale mit bekanntem Inhalt nach fest definierten Zeitintervallen von einem Empfänger zurückgesendet und ausgewertet werden. Die Besonderheit des Verfahrens besteht darin, dass die Stationen nicht synchronisiert sein müssen.
Im Projekt werden Algorithmen und Architekturen untersucht und erforscht, die eine gleichzeitige Ausführung von Kommunikation und Lokalisierung effizient unterstützen. Es soll so eine leistungsfähige Kombination von drahtloser Datenübertragung und Lokalisierung mit minimaler zusätzlicher Hardware ermöglicht werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Genauigkeit der Ortsbestimmung gelegt, die vor allem bei komplizierten Signalausbreitungsverhältnissen eine technische Herausforderung darstellt.
Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 2,2 Millionen Euro. Es wird im Rahmen des Programms KMU-innovativ zur Stärkung des Innovationspotentials kleinerer und mittlerer Unternehmen im Bereich Spitzenforschung bis 2014 zu 75 Prozent durch das BMBF gefördert.
Bilderdownload unter:
http://www.hu-berlin.de/pr/medien/aktuell/material/pm_111215_00
WEITERE INFORMATIONEN
Dr.-Ing. Frank Winkler
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Informatik
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Tel: 030 2093-3055
E-Mail: fwinkler@informatik.hu-berlin.de
Constanze Haase | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.hu-berlin.de/
Weitere Berichte zu: 60-GHz-Band > Breitband-Kommunikation > Frequenzbereich > Genauigkeit > GHz > GPS-basierte Systeme > Lokalisierung > Ortsbestimmung > WLAN
Robotics: Gesturing for control
24.05.2012 | The Agency for Science, Technology and Research (A*STAR)
Researchers take virus-tracking software worldwide
23.05.2012 | Ohio Supercomputer Center
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten