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Roboter lernen Denken und Fühlen

12.12.2008
Am 9. Dezember 2008 fand an der Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn in Künzelsau das 1. Wissenschaftskolloquium statt.

An diesem Tag berichteten vier namhafte internationale Wissenschaftler über aktuelle Forschungsergebnisse aus den Bereichen der Roboter- und Automatisierungstechnik. Über 100 Teilnehmer aus Industrie und Hochschule informierten sich über moderne Entwicklungstendenzen.

Wie bringen wir Maschinen zum Denken und Fühlen? Kann künstliche Intelligenz ein Bewusstsein haben? Professor Dr. Dietmar Dietrich, Ingenieurwissenschaftler des Instituts für Computertechnik der Technischen Universität in Wien, referierte auf dem Wissenschaftskolloquium über die Realisierung von Steuerungen nach dem Vorbild psychoanalytischer Modelle.

So könnten beispielsweise Sensoren äußere Wahrnehmungen erfassen, die mit inneren Vorstellungen verglichen werden, das "Bewusstsein" trifft dann eine Entscheidung über die Steuerung von technischen Vorgängen.

Prof. Dr.-Ing. Marcelo Ang von der National University of Singapore gab einen umfangreichen Überblick über die neuesten Zielrichtungen in der Roboterforschung. Eine seiner wichtigsten Schlussfolgerungen war, dass die Roboter zukünftig, wie die Bewegungen der Menschen, immer häufiger durch die Wahrnehmung (Empfindung) von Kräften gesteuert werden.

Auch Michael van Damme, Doktorand an der Universität Brüssel, will Maschinen menschlicher machen. Denn bei vielen Anwendungen, z.B. im Haushalt und in der Medizintechnik, kommen Roboter mit Menschen in Berührung. Die raschen eckigen Bewegungen der Apparate können für Menschen gefährlich sein. Van Damme will diese Roboter mit weichen pneumatischen Muskeln ausstatten, damit ihre Bewegungen ungefährlicher werden.

PD Dr.-Ing. habil. Andreas Möckel, Technische Universität Ilmenau, referierte über die Optimierung (Auslegung) von Elektromotoren. Seine Schwerpunkte waren die Zusammenhänge zwischen technischen Anforderungen, Lebensdauer und Kosten.

Mit diesen interessanten Berichten aus der Wissenschaft, die von der Stiftung zur Förderung der Reinhold-Würth-Hochschule ermöglicht wurden, konnten viele Teilnehmer zu neuen Ideen inspiriert werden. Die Verantwortlichen der Hochschule Heilbronn, Prof Dr. Heinz Frank und Prof. Dr. Jürgen Ulm, freuten sich sehr über die sehr gelungene Veranstaltung.

Kontakt für weitere Informationen:

Prof. Dr. Ing Heinz Frank
Fakultät für Technik und Wirtschaft (TW) Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen (WI)
Elektrotechnik, Automatisierungstechnik, Regelungstechnik
Telefon: 07940 / 1306-195 / -171
Fax: +497940/130 661 951
Email: frank@hs-heilbronn.de

Martina Braesel | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-heilbronn.de

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