Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Revolution in der Fahrschulausbildung - Koblenzer Informatiker bringen Unternehmensgründung auf den Weg

02.11.2009
Bald wird ein Rückfahrsimulator die Fahrschulausbildung auf Fahrzeugen mit Anhänger revolutionieren.

Die Informatiker Uwe Berg, Jacek Schikora und Anne Reuschenbach von der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz, erhielten ein EXIST-Stipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), um ein Unternehmen gründen zu können, das die Ausbildung von Fahrschülern wesentlich erleichtern und verbessern wird.

Bisher lernen diese aus Kostengründen meist nur auf einem Fahrzeugtyp und kommen später in der Praxis mit anderen Gespannen eher schlecht zurecht. Das Trainieren des Rückwärtsfahrens beansprucht die Schulfahrzeuge zudem erheblich, verbraucht Kraftstoff und belastet die Umwelt.

Die Lösung dieser Probleme bietet der Rückfahrsimulator, welcher am Institut für Softwaretechnik der Universität Koblenz-Landau unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Zöbel entwickelt wurde.

Die virtuelle Welt des Simulators besteht aus einem Speditionshof, der speziell für das Trainieren der Grundfahraufgaben modelliert wurde. Der Fahrschüler kann künftig zwischen allen handelsüblichen Nutzfahrzeugarten mit Anhänger, beispielweise zwischen einem Sattelzug, einem Gliederzug oder gar einem Gigaliner, wählen. Neben der Sicht durch die Windschutzscheibe stellt der Simulator auch die in Nutzfahrzeugen üblichen Außenspiegel dar. Zudem ist das Bild einer Rückfahrkamera integriert. Realistische Geräusche vermitteln ein natürliches Fahrgefühl.

Dank des innovativen Simulatortrainings werden Fahrschüler effektiv weniger Fahrstunden auf dem realen Fahrzeug benötigen und so ihren Geldbeutel schonen können. Auch die Betriebskosten der Fahrschulen werden damit deutlich gesenkt. Eine kostengünstige PC-Variante des Simulators kann auf allen handelsüblichen PCs laufen und verursacht daher nur geringe Investitionskosten - sie eignet sich somit besonders für kleine und mittlere Fahrschulen. Ein professioneller Fahrstand dürfte für große Fahrschulen und Ausbildungszentren interessant sein, so Berg.

Mithilfe des EXIST-Stipendiums werden technologisch-innovative Gründungsvorhaben gefördert, die hohe ökonomische Erfolgsaussichten haben. Die angehenden Gründer erhalten Personal- und Sachmittel, Zuschüsse zu gründungsbezogenen Investitionen und ein professionelles Coaching.

Wesentlich unterstützt werden die drei Gründer vom Koblenzer Netzwerk für Open Entrepreneurship Engineering (KOpEE, www.kopee.de). Das gründungsbegleitende Mentoring durch die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Harald von Kortzfleisch der Universität in Koblenz und die Unterstützung bei Finanzierungsvorhaben sind nur einige Vorteile des Netzwerks. Auch der enge und gute Kontakt zum Institut für Softwaretechnik an der Universität Koblenz-Landau bietet Vorteile. Zum einen kann jederzeit auf die Expertise und Beratung von Professoren zurückgegriffen werden, zum anderen können bei Bedarf Spezialisten direkt aus dem Studiengang angeworben werden. Und schließlich kam der Impuls zur Unternehmensgründung direkt aus dem Netzwerk: "Seit mehreren Jahren spielten wir mit dem Gedanken an eine Unternehmensgründung. Die Teilnahme an einem KOpEE-Workshop gab letztendlich den Anstoß, die Gründungsidee in die Tat umzusetzen", betont Berg.

Ansprechpartner:
Dipl.-Informatiker Uwe Berg
Institut für Softwaretechnik
Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz
Universitätsstraße 1, 56070 Koblenz
Tel.: 0261 / 287-2704
E-Mail: uwe.berg@uni-koblenz.de

Bernd Hegen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-koblenz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Störungsfreie Kommunikation für die Fabriken von morgen
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie