Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rapid-Prototyping zukünftiger Energiesysteme

28.03.2014

Das am 28. März 2014 im Oldenburger Informatikinstitut OFFIS eröffnete Smart Energy Simulation and Automation Laboratory, kurz SESA-Lab, ermöglicht es Forschungs- und Industrieunternehmen, eine Simulation des Zusammenspiels verschiedener Komponenten für zukünftige Energiesysteme unter realen Bedingungen vorzunehmen. So stärkt das Labor den Schwerpunkt „Energieinformatik“ in Oldenburg - sowohl im FuE-Bereich Energie des OFFIS als auch an der Universität Oldenburg.

Die Informatik generell und die Energieinformatik im Speziellen beschäftigen sich mit der Modellierung, Simulation und Optimierung von Realitätsausschnitten im Rechner.


SESA-Lab

OFFIS - Institut für Informatik

Die dafür geschaffenen Modelle und Algorithmen bestehen aus Softwarekomponenten, sind also virtueller Natur. Sie kommen dennoch der Realität in der Regel sehr nahe und werden in vielen Anwendungen eingesetzt, etwa bei der Entwicklung neuer Automodelle oder bei der Planung komplexer großtechnischer Anlagen. Dies geschieht mit dem Ziel, schnell und kostengünstig Systemeigenschaften und -verhalten zu überprüfen und zu verbessern.

Letztlich gibt es aber keinen Ersatz für die Realität und damit für die „konkrete Hardware“, so wie sie schließlich auch im Alltag eingesetzt wird. Denn alle denkbaren Nebenbedingungen und auch zeitkritischen Effekte sind in rein virtuellen Modellen schwer zu erfassen, ebenso wie Fehlersituationen in elektrotechnischen oder mechanischen Systemteilen.

Hier setzt nun das SESA-Labor an: In einer parallel zur Ausführung gebrachten Soft- und Hardware-Umgebung sollen neuartige Lösungen für Smart Grids vor ihrem Einsatz ausgiebig getestet werden können, um ihr Verhalten im komplexen Zusammenspiel zukünftiger Energiesysteme zu bewerten.

Das SESA-Lab verfolgt einen innovativen Ansatz in der Echtzeit-Co-Simulation intelligenter Steuer- und Regelungssysteme, um innovative Schutz- und Leitsystemkomponenten umfassend zu evaluieren sowie schnell und risikolos zur Anwendung zu bringen. Ziel des SESA-Labs ist eine beschleunigte Entwicklung sowie das Testen von Steuer- und Regelungssystemen in zukünftigen Energiesystemen (Rapid-Prototyping) zur Reduzierung der Vorlauf- und Produkteinführungszeit notwendiger IKT-basierter Automatisierungssysteme in diesem Bereich.

Das SESA-Lab ist Teil eines Laboraufbaus „Informations- und Kommunikationstechnologien für Energieeffizienz“, der im letzten Jahr aus Mitteln des Bundes und des Landes Niedersachsen als Forschungsgroßgerät genehmigt wurde und zurzeit am OFFIS aufgebaut wird.

Der Großgeräteantrag wurde gemeinsam von den beteiligten universitären Arbeitsgruppen der Informatik gestellt und verbindet die energieeffiziente und intelligente Produktion und Logistik mit elektrischen Versorgungsnetzwerken. Das komplette Labor besteht aus einem Materialflusssystem mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, Produktionseinheiten und einem Versorgungsnetzsimulator für Smart Grids – dem heute eröffneten SESA-Lab.

Kontakt:

Jun.-Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff
Tel.: 0441/9722-240
Email: sebastian.lehnoff@offis.de

Weitere Informationen:

http://www.offis.de
http://www.offis.de/energie

Ann-Kathrin Sobeck | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise