Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

R4eGov bringt Verbrecher schneller hinter Gitter

20.07.2009
Das Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi), ein Forschungsbereich des DFKI, hat das Projekt R4eGov zur länderübergreifenden Integration von staatlichen Diensten erfolgreich abgeschlossen.

Ziel des Projektes war es, Konzepte und Technologien für eine sichere und flexible Zusammenarbeit von öffentlichen Verwaltungen zu entwickeln. "In Zeiten der Globalisierung gewinnt die rasche und nahtlose Zusammenarbeit von Behörden über Ländergrenzen hinweg zunehmend an Bedeutung", so Dr. Dirk Werth, Leiter Business Integration Technologies des DFKI. "Mit R4eGov werden organisationsübergreifende Prozesse zwischen Europäischen Verwaltungen ermöglicht."

Im Fokus des Projektes stand dabei eine sichere Datenverbindung zwischen der europäischen Justizbehörde Eurojust, der europäischen Polizeibehörde Europol und den jeweiligen nationalen Behörden.

In einem Pilotszenario wurde die bisher sehr papierlastige Kooperation in eine sichere elektronische Interaktion umgewandelt, was eine schnellere und effektivere Verfolgung der Straftaten in Europa möglich macht. Das Kontaktieren zahlreicher Behörden erforderte oft viel Zeit, was beispielsweise das Ausstellen von Haftbefehlen unnötig verzögerte. In dem durch R4eGov realisierten Pilotszenario kann Eurojust jetzt unmittelbar auf die benötigten Informationen wie Kriminalakten und Formulare zugreifen. Zudem kann Europol Informationen für Eurojust, zum Beispiel aktuelle Beweise, ebenfalls über eine Schnittstelle zur Verfügung stellen. So können beide Behörden sicher miteinander kommunizieren; Verfügungen können schneller umgesetzt werden.

R4eGov ist ein Projekt innerhalb des Schwerpunktes "E-Government und Interoperabilität" des Forschungsbereichs IWi des DFKI. Dieser zielt auf die Verbesserung von öffentlichen Verwaltungen durch Informations- und Kommunikationstechnologien sowie auf die reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Verwaltungsorganisationen und der eingesetzten IT-Systeme.

Die in R4eGov entstandene Lösung bietet eine höhere Transparenz von organisationsübergreifenden Geschäftsprozessen nicht nur im Rahmen der europaweiten Strafverfolgung. Die Architektur implementiert moderne Prinzipien der Service-orientierten Architektur und ist kompatibel zu kommerziellen Geschäftsprozessmanagement-Tools wie ARIS, wodurch eine breite Anwendbarkeit der Architektur in verschiedenen Verwaltungen unterstützt wird.

Das DFKI arbeitete im Rahmen des Projektes mit insgesamt 19 Partnern von 7 EU-Ländern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammen. Dazu zählten neben Europol und Eurojust unter anderem SAP, Thales, Unisys sowie der Bundesgerichtshof und das österreichische Bundeskanzleramt. Das Forschungsprojekt wurde von der Europäischen Kommission im 6. Forschungsrahmenprogramm gefördert.

Kontakt:

Dr. Dirk Werth
Institut für Wirtschaftsinformatik im DFKI
Campus D3 2
66123 Saarbrücken
Tel. +49 (0)681 302-5236
E-Mail: Dirk.Werth@dfki.de

Reinhard Karger | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de
http://iwi.dfki.de

Weitere Berichte zu: DFKI Europol IWi Pilotszenario R4eGov Wirtschaftsinformatik periodische Gitter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Volle Konzentration am Steuer
25.11.2016 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Warum Reibung von der Zahl der Schichten abhängt
24.11.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie