Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Projekthalbzeit für „FIDeS“: Alarmanlage gegen Datenspione jetzt im Praxistest

02.08.2010
Sieben Projektpartner aus Unternehmen und Wissenschaft entwickeln IT-Frühwarnsystem mit Methoden der Künstlichen Intelligenz.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit drei Millionen Euro geförderte und vom Technologiezentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen koordinierte Forschungsprojekt „FIDeS“ geht aktuell in die entscheidenden Phase: Die IT-Alarmanlage gegen professionelle Datenspione und Hacker befindet sich im Praxistest beim Partner ZF Friedrichshafen AG, einem großen deutschen Automobilzulieferer mit einem weltweit verzweigten Unternehmensnetzwerk.

„Wir sind auf einem guten Weg, dass am Ende eine zuverlässig funktionierende Sicherheitslösung steht“, zieht Markus Diedrich, Technischer Leiter vom Projektpartner nicos AG, eine positive Halbzeitbilanz des dreijährigen Projekts, an dem zudem das Institut für Internet-Sicherheit, T-Systems, algorithmica technologies GmbH und mobile solution group GmbH beteiligt sind. Ziel ist es, mit Methoden der Künstlichen Intelligenz eine lernfähige Alarmanlage hinter der Firewall zu entwickeln, die den Experten in den Unternehmen wichtige Informationen an die Hand gibt, um Angriffe identifizieren und abwehren zu können. Nicos AG bildet im Projekt die Schnittstelle zwischen den Datenströmen von Wirtschaftsunternehmen wie der ZF Friedrichshafen und den Analysen der Universitätsforscher. „Wir stellen die passende Hard- und Software zur Verfügung, damit die Wissenschaftler ihre Lösungsideen anhand der empirischen Daten überprüfen und anpassen können“, berichtet Diedrich.

Nicos AG beteiligt sich an „FIDeS“, um den eigenen Kunden aus dem weltweit agierenden deutschen Mittelstand Hightech-Security als Bestandteil einer ganzheitlichen Lösung bieten zu können. „Bei unseren Managed Services setzen wir auf Service und nicht auf Technik. Wir schauen gemeinsam mit dem Kunden, welche kritischen Anwendungen er hat und welche Lösungen dafür sinnvoll sind“, erläutert Diedrich. Spezialisiert hat sich das Unternehmen aus Münster darauf, die komplexe IT weltweit agierender Mittelständler so einfach wie möglich zu gestalten – und natürlich, was immer wichtiger wird, so sicher wie möglich. Für „FIDeS“ will Diedrich einige Kunden gezielt ansprechen, um sie bereits während des Projekts mit ins Boot zu holen. „Das zeigt den Unternehmen, wie sicher Ihre IT ist, und wir erhalten unter strenger Einhaltung des Datenschutzes weitere praxisorientierte Anforderungsprofile.“

Eineinhalb Jahre haben die Projektpartner noch Zeit, eine funktionierende IT-Alarmanlage zu entwickeln. Die Chancen stehen nicht schlecht, denn jeder der immer professionelleren, mit krimineller Energie gestarteten Angriffe kündigt sich irgendwie an, hinterlässt Spuren und kommt keineswegs schlagartig aus dem Nichts. Es geht darum, ihn anhand von Indizien im Getümmel von Millionen Transaktionen identifizieren zu können. Dafür setzt Projektpartner TZI auf die Verfahren der Künstlichen Intelligenz, die sich für die Erstellung hochkomplexer Prognosen hervorragend eignen. „Wir wollen den Sicherheitsverantwortlichen in den Unternehmen das Leben leichter machen. Sie sollen frühzeitig ein Werkzeug an die Hand bekommen, das ihnen Hilfestellung bei der Entscheidung gibt, ob ein Angriff von außen vorliegt oder nicht“, erläutert Projektkoordinator Professor Michael Lawo.

Nicos AG

Nicos AG hat sich darauf spezialisiert, weltweit internationale Niederlassungen zumeist deutscher Unternehmen an ihre jeweilige Firmenzentrale mit einem Komplettservice anzubinden. Vor zehn Jahren in Münster gegründet beschäftigt das Unternehmen heute über 75 Mitarbeiter und betreut seine Kunden mit Vertriebsniederlassungen in den Regionen Nord, Mitte, West und Süd sowie in den Niederlanden für Benelux direkt vor Ort. nicos AG stellt die Verbindung zu den Standorten her, egal wo auf der Welt und mit welcher Technologie. Sie schützt die Daten durch Verschlüsselung und die Standorte gegen unbefugte Zugriffe. Die Mitarbeiter kümmern sich um die Probleme, ob Störungsbeseitigung oder Anpassungen. Mit modernsten Techniken sichert nicos AG die Produktivdaten der Niederlassungen und mobilen User in den zentralen Archiven der Kunden. Bei gleichzeitiger Kontrolle der Verfügbarkeit aller Leitungen, Komponenten und Systeme. Zu den Kunden zählen etwa Hamburg Süd, Germanischer Lloyd, Knauf, Peri oder Ahlers AG.

Weitere Informationen unter: www.nicos-ag.com

Das TZI

Gegründet 1995 als Institut des Fachbereichs Mathematik/Informatik der Universität Bremen arbeitet das TZI mit seinen rund 150 Mitarbeitern an der Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft. Praxisrelevante Fragestellungen stehen im Vordergrund und immer sind Partner aus der Industrie und anderen gesellschaftlichen Bereichen mit im Boot. Allein in 2009 konnten über vier Millionen Euro an Forschungsgeldern eingeworben werden. Ziel ist es, den Technologietransfer im Bereich Informatik und seit 2005 auch in der Informationstechnik voranzutreiben. Vier Leitthemen, die jeweils von interdisziplinären Teams erforscht werden, strukturieren die laufende Projektarbeit am TZI: Adaptive Kommunikation, Interaktion und Bildung, Mobile Lösungen sowie Systemqualität und Informationssicherheit.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Technologiezentrum Informatik und Informationstechnik (TZI)
Prof. Dr. Michael Lawo
Tel. 0170 2351652
E-Mail: mlawo@tzi.de
nicos AG
Markus Diedrich (Technischer Leiter)
Tel. 0173 2727037
E-Mail: mdiedrich@nicos-ag.com

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.tzi.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Deep Learning und KI in der Motorenentwicklung – IAV und DFKI eröffnen gemeinsames Forschungslabor
23.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder
19.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics