Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Projekt GeniAAL gestartet

31.01.2012
Berührungslose, gestenbasierte Steuerung soll Menschen bei der Interaktion mit technischen Assistenzsystemen unterstützten
Das Verbundforschungsprojekt GeniAAL (Gestengesteuerte multi-modale Systeme im Ambient Assisted Living-Umfeld), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen 01IS11032E mit einer Laufzeit von 2 Jahren gefördert wird, ist gestartet. Das Thema des Verbundprojekts ist die Entwicklung und Gestaltung einer berührungslosen, gestenbasierten Steuerung für technische Assistenzsysteme im Bereich des Ambient Assisted Living (AAL).

Besonderes Potential im Bereich Pflege
Ähnlich wie die Berührungssteuerung von Computern, die aktuell den Markt revolutioniert, hat die Gestensteuerung ein vergleichbares Potenzial für Menschen, die bisher einer Computerbedienung über Tastatur/Maus oder Touch zurückhaltend gegenüberstehen. Eine ganz besondere Chance bietet die Gestensteuerung im Bereich Pflege. Pfleger und Gepflegte sollen mittels Gestensteuerung bei der Bedienung von Assistenzsystemen bei täglichen Aufgaben unterstützt und entlastet werden. Durch die berührungslose Bedienung technischer Assistenzsysteme kann darüber hinaus in Krankenhäusern und im Pflegebereich die Übertragung von Krankheitserregern wie Viren und Bakterien vermindert werden, da keinerlei Übertragung durch Berührung erfolgen kann.

Zielsetzung und Lösungsansatz
Ziel des Verbundprojektes ist die erfolgreiche Entwicklung und Erprobung einer berührungslosen, gestenbasierten Benutzerschnittstelle, welche Menschen in ihrem täglichen Leben bei der Interaktion mit technischen Assistenzsystemen unterstützt. Eine Sensorleiste bietet hier die technische Voraussetzung, Personen, ihre Haltung und Gesten aus der Distanz zu erkennen, zu verfolgen und Handlungen darauf aufzubauen.

Verbundvorhaben GeniAAl

Kernarbeiten des Projektes

Zum einen gilt es Gesten zu identifizieren, die von Personen mit/ohne Einschränkungen (motorisch, sensorisch, kognitiv) ausgeführt werden können, und gleichzeitig von der Technik erkannt werden. Diese ein- bzw. zweihändigen Gesten sollen die unterschiedlichen kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Anwendern berücksichtigen, situationsadäquat sein und ethische Aspekte nicht vernachlässigen. Zum anderen muss eine neuartige Menüdarstellung geschaffen werden, damit der Anwender aus der Distanz mit einfachen Bewegungen navigieren und Aktionen mit einer Geste auslösen kann.

Verwertungspotenzial

Die Marktperspektive einer gestenbasierten Benutzersteuerung ist als sehr gut einzustufen. Die Experten sind sich einig, dass diese neue Möglichkeit einen vergleichbaren Boom auslösen kann, wie aktuell die Touch-Technologie.

Projektpartner

Am Projekt sind neben der HFT Stuttgart die Partner Tellur GmbH (Projektkoordination), Aerpah Klinik Esslingen, Fraunhofer IAO, CIBEK GmbH sowie das Wohlfahrtswerk Baden-Württemberg beteiligt.

An der HFT Stuttgart sind an dem Projekt Professor Dr. Oliver Höß, Leiter des Labors für Unternehmenssoftware, und Professor Dr. Stefan Knauth, Leiter des Labors für Eingebettete Systeme, beteiligt. Durch die Mitarbeit am Projekt GeniAAL besteht für Studierende des Studienbereichs Informatik die Gelegenheit, Kenntnisse in aktuellsten Technologien und Konzepten zur Gestensteuerung zu erlangen.

Petra Dabelstein | idw
Weitere Informationen:
http://www.geni-aal.de/
http://www.hft-stuttgart.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikroben hinterlassen "Fingerabdrücke" auf Mars-Gestein

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vorhersagen bestätigt: Schwere Elemente bei Neutronensternverschmelzungen nachgewiesen

17.10.2017 | Physik Astronomie

Kaiserschnitt-Risiko ist vererbbar

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie