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Projekt „Cyber-Safe“: Forscher suchen Schwachstellen in IT-Systemen von Tunneln

17.03.2015

Tunnel sind mit tausenden Sensoren, Kameras und Servern ausgestattet, die kontinuierlich Informationen an eigens eingerichtete Tunnel-Leitzentralen übermitteln. Damit das ausgeklügelte System nicht zum Opfer von Cyberangriffen wird, suchen Forscher vom Lehrstuhl für Systemsicherheit der Ruhr-Universität Bochum nach Schwachstellen.

Ziel des Projekts „Cyber-Safe“ ist es, erstmals Richtlinien zur Verbesserung der Cybersicherheit von Tunneln zu entwickeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben mit rund zwei Millionen Euro für drei Jahre.

Praxistest: RUB-Forscher greifen IT-Systeme im Tunnel an

Zunächst untersucht das Team, welche potenziellen Gefahren sowie Bedrohungen existieren und wie Angreifer diese ausnutzen können. „In diesem Kontext simulieren wir einen realen Angriff und testen, inwiefern Angreifer wirklich die Kontrolle über bestimmte Systeme übernehmen könnten“, sagt Prof. Dr. Thorsten Holz.

Basierend auf diesen Ergebnissen entstehen dann Schutzkonzepte, die einen sicheren Betrieb ermöglichen. Außerdem sind ein spezielles Management-Tool und ein Leitfaden geplant, der den Betreibern konkrete Empfehlungen für mögliche Schutzmechanismen gibt.

Betreiber von Leitzentralen sollen Gefahren früher erkennen können

„In Hamm überwacht seit Ende 2007 eine von Deutschlands größten Tunnel-Leitzentralen rund um die Uhr 22 Tunnel im Bundesland Nordrhein-Westfalen“, berichtet Thorsten Holz. Bricht in einem der Tunnel ein Feuer aus, können von hier aus alle notwendigen Schritte eingeleitet werden, bis Polizei und Feuerwehr vor Ort sind. So lässt sich der Verkehrsfluss gezielt lenken.

„Ziel des Projektes ist es, die Betreiber von Leitzentralen in den Bereichen Straße und Öffentlicher Personennahverkehr in die Lage zu versetzen, mögliche Gefährdungen durch Cyberangriffe besser als bislang zu erkennen sowie geeignete Schutz- und Gegenmaßnahmen zu ergreifen“, so Holz.

Projektpartner

Am Projekt „Cyber-Safe“, das jetzt gestartet ist, sind neben dem Lehrstuhl für Systemsicherheit der Ruhr-Universität Bochum auch die Bundesanstalt für Straßenwesen, der Automobilzulieferer DÜRR, die Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen (STUVA) sowie der Landesbetrieb Straßenbau NRW beteiligt.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Thorsten Holz, Lehrstuhl für Systemsicherheit, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-25199, E-Mail: thorsten.holz@rub.de

Angeklickt

Projekt Cyber-Safe
http://cybersafe.stuva.de

Dr. Julia Weiler | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

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