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Produktionsprozesse kostenoptimal und schnell anpassen

04.03.2014

Der Anruf des Smartphoneherstellers kam überraschend: Statt der geplanten Menge an elektronischen Bauteilen benötigt er nun die doppelte Anzahl – und das zwei Wochen früher.

Ein typisches Szenario für Elektronikzulieferer: Individuelle Kundenwünsche zwingen die meist mittelständischen Firmen zu immer flexibleren Produktionsabläufen.

Ein komplexer Prozess: Mitarbeiterschichten, Maschinenkapazitäten, Lagerfertigungsquoten – alles muss in kurzer Zeit und meist über mehrere Standorte hinweg umorganisiert werden. Doch was ist die kostengünstigste Lösung? »Es gibt Software, die hilft, Kapazitäten zu planen.

Aber ich kenne kein Produkt, das die Anpassungen nach Kosten bewertet und die kostengünstigste Variante ausrechnet – und dabei nahezu alle denkbaren Aspekte berücksichtigt«, sagt Christian Morawetz von Fraunhofer Austria, der österreichischen Fraunhofer-Tochter.

Zusammen mit der Universität Wien und den Unternehmen Adaptive, flexis und Melecs hat der Wissenschaftler deshalb KoKa entwickelt. Sind alle notwendigen Daten geladen, genügt bei der Software ein Klick:

Der Anwender sieht sofort, wie teuer die Maßnahmen sind, die notwendig sind, um die Produktion anzupassen und erhält aus diesen Informationen einen optimalen Produktionsplan. Praxistests haben gezeigt, dass sich dadurch bis zu sieben Prozent der Fertigungskosten einsparen lassen.

»Bei einem Unternehmen, das elektronische Bauteile fertigt und im Jahr 100 Mio Euro Umsatz macht, können das bis zu 1,4 Mio Euro jährlich sein«, beschreibt Morawetz den Mehrwert der marktreifen Technologie.

Fraunhofer Austria Research GmbH
Theresianumgasse 27 | 1040 Wien, Österreich | www.fraunhofer.at


Kontakt: Christian Morawetz | Telefon +43 676 888 616 08 | christian.morawetz@fraunhofer.at
Presse: Marie-Therese Wagner | Telefon +49 676 888 616 17 | marie-therese.wagner@fraunhofer.at

Christian Morawetz | Fraunhofer Forschung Kompakt

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