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Optische Disks mit 1,6 Terabyte in Sicht

22.05.2009
Australische Forscher nutzen Nanotechnologie für neuartige Disk

Ein Forscherteam der australischen Universität Swinburne setzt auf Nanotechnologie, um die Speicherkapazität optischer Disks weiter zu maximieren.

Über eine fünfdimensionale Beschreibung der Datenträger sollen bis zu 1,6 Terabyte an Daten archiviert werden können. "Wir haben den Umfang der auf einer Disk festhaltbaren Information durch den Einsatz von Nanopartikeln deutlich steigern können", sagt Min Gu, Projektleiter an der Universität Swinburne, im Wissenschaftsmagazin Nature. Andere Ansätze, die Speicherkapazitäten von bis zu 500 Gigabyte in Aussicht (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090428002/) stellen, werden damit hinsichtlich Kapazität deutlich übertroffen.

Bislang arbeitete man bei optischen Disks wie der DVD und Blu-ray-Disc (BD) mit Länge und Tiefe der Medien sowie mit einer definierten Lichtwellenlänge. Die optische Speicherung von Information wird nun durch die Integration von Nanostrukturen in Form goldener Nanoröhrchen buchstäblich um zwei Dimensionen erweitert. Dies macht das Schreiben wesentlich größerer Datenmengen bei gleicher Scheibengröße möglich. Einerseits können die Medien jetzt über verschiedene Lichtwellenlängen im gesamten Wellenlängenbereich beschrieben werden, andererseits reagieren Nanopartikel abhängig von ihrer Position unterschiedlich, wenn sie von Licht getroffen werden. So können Informationen auch mit Licht verschiedener Polarisationsebenen im Material gespeichert werden. "Die zusätzlichen Dimensionen sind der Schlüssel, um solche enormen Diskkapazitäten herstellen zu können, betont Gu.

Die in Swinburne entwickelte Disk könnte laut Universität 2000mal soviel Daten wie eine DVD fassen. Allerdings lassen ungelöste technische Probleme wie das der Schreibgeschwindigkeit eine Marktreife in den nächsten zehn Jahren unrealistisch erscheinen. Außerdem hat sich am Beispiel der BD gezeigt, dass sich die Einführung neuer technischer Standards schwierig gestalten kann. Die Forscher sollen mit dem koreanischen Elektronikkonzern Samsung http://www.samsung.com jedoch bereits eine Vereinbarung hinsichtlich der Vermarktung neuer Laufwerke getroffen haben. Angesichts stets zunehmender Online-Storage-Lösungen stellt sich auch die Frage, inwieweit Datenträger wie diese in Zukunft eingesetzt werden. Speicher stark beanspruchende Dateien - wie etwa Magnetresonanztomographien in der Medizintechnik - könnten auf optischen Disks endarchiviert werden.

Nikolaus Summer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.swinburne.edu.au

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