Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Open Modbus/TCP Software-Lösung von Siemens

04.12.2008
Open Modbus/TCP: Siemens entwickelt Software-Lösung zum Einbinden der kompletten Simatic-Automatisierungsfamilie in heterogene Systemlandschaften

Die von Siemens entwickelte Software-Lösung Open Modbus/TCP ermöglicht die problemlose Integration der kompletten Simatic-Automatisierungsfamilie in heterogene oder fremde Systemlandschaften. Dabei erfolgt die Kopplung der Systeme mittels eines offenen Kommunikationsprotokolls über Industrial Ethernet. Damit können bestehende Anlagen schrittweise und kostengünstig mit Simatic-Systemtechnik erweitert oder modernisiert werden.

Die zunehmende Nutzung Ethernet-basierter Datenkommunikation im industriellen Umfeld sowie im Bürobereich erfordert die Modernisierung oder Erweiterung bestehender Automatisierungssysteme. Das Resultat ist oft eine heterogene Systemlandschaft. Deren Verknüpfung zu einem leistungsfähigen Gesamtsystem macht den Einsatz offener und möglichst standardisierter Kommunikationsprotokolle notwendig. Die von Siemens entwickelte Lösung Open Modbus/TCP basiert auf dem weltweit eingesetzten Protokoll Modbus, das bereits von vielen Herstellern unterstützt wird. Das Kommunikationsprotokoll ist ein offener Internet-Draft-Standard, der bereits in die IETF (Internet Engineering Task Force) eingebracht wurde. Durch diese Offenlegung kann jeder Hersteller und Anwender dieses Protokoll implementieren.

Open Modbus/TCP unterstützt jetzt auch Profinet-fähige Hauptprozessoren.(PN-CPUs)und damit die gesamte Palette von Simatic-Automatisierungsgeräten. Für die Einbindung unterschiedlicher Simatic-Systeme stehen drei Modbus-Varianten zur Verfügung: Der Modbus-Baustein für Kommunikationsprozessoren ist für Simatic S7-300- und S7-400-Systeme geeignet. Dabei wird für die Modbus-Kommunikation zusätzlich ein CP343-1- beziehungsweise ein. CP443-1-Kommunikationsprozessor benötigt. Die Modbus-Variante für Profinet-fähige Hauptprozessoren dient zur Anbindung von Simatic S7-PN-CPUs und ET200S-PN-CPUs. Für die Modbus-Kommunikation wird hierbei die integrierte Profinet-Schnittstelle verwendet. Bei Simatic S7-400H-Systemen wird der Modbus-Baustein mit Redundanz-Funktionalität eingesetzt, für die Kommunikation ist zusätzlich pro Teilsystem ein CP443-1-Kommunikationsprozessor erforderlich.

Der Funktionsumfang aller Modbus-Varianten unterstützt sowohl den Server- als auch den Client-Betrieb sowie die Conformance-Class 0 mit den Funktionscodes 3 und 16. Der Baustein mit Redundanz-Funktionalität bietet zudem die Möglichkeit, die Kommunikation redundant und damit ausfallsicherer aufzubauen. Für die Kommunikation zwischen Simatic-Stationen und anderen Modbus-Teilnehmern werden native TCP-Verbindungen aufgebaut, die auf den Standardfunktionen der Simatic S7-Bibliothek basieren. Dabei sind alle Modbus-Bausteine multi-instanzfähig. Die Projektierung erfolgt mit dem Standard-Tool Simatic STEP 7. Zusätzlich steht ein Software-Assistent für das Projektieren der Modbus-Variante für Profinet-CPUs zur Verfügung.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport- und Gebäudetechnik. Mit durchgängigen Hardware- und Software-Technologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität und Effizienz seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility, Drive Technologies und OSRAM. Mit weltweit rund 209 000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2007 einen Umsatz von etwa 40 Milliarden Euro (pro forma, unkonsolidiert).

Die Siemens-Division Industry Solutions (Erlangen) gehört mit den Geschäftsaktivitäten Siemens VAI Metal Technologies (Linz, Österreich), Siemens Water Technologies (Warrendale, Pennsylvania, USA) und Industry Technologies (Erlangen) zu den weltweit führenden Lösungsanbietern und Dienstleistern für Anlagen der Industrie und Infrastruktur. Mit eigenen Produkten, Systemen und Verfahrenstechnologien entwickelt und baut Industry Solutions für Endkunden Anlagen, nimmt diese in Betrieb und betreut sie über deren gesamten Lebenszyklus.

Weitere Informationen und Download unter: http://www.siemens.de/industry-solutions

Dr. Rainer Schulze | Siemens Industry Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/s7modbus
http://www.industry.siemens.com/data/presse/pics/IIS200812320d.jpg
http://www.siemens.com/industry

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement

21.08.2017 | Informationstechnologie

Wie Pflanzen ihr Gedächtnis vererben

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie