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OmniCloud 1.0 – Verschlüsselung für Dropbox, OneDrive & Co.

01.10.2014

Daten kostengünstig und sicher in der Cloud speichern: Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT präsentiert vom 7. bis 9. Oktober auf der it-sa in Nürnberg (Halle 12, Stand 436) die erste marktreife Version der OmniCloud-Lösung – Cloud-Verschlüsselung für mehr digitale Souveränität

OmniCloud erhöht die digitale Souveränität von Unternehmen, indem sie Daten vor Wirtschaftsspionen schützt und die flexible Nutzung von Cloud-Speicherdiensten ermöglicht. Die vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT entwickelte Lösung verschlüsselt Daten vor dem Eintritt in die Cloud und reduziert die benötigte Speichermenge erheblich.


OmniCloud verschlüsselt Daten und hilft Cloud-Kosten zu sparen.

Fraunhofer SIT


OmniCloud verschlüsselt Daten, bevor Sie in die Cloud wandern.

Fraunhofer

Außerdem ermöglicht OmniCloud den einfachen Wechsel zwischen Cloud-Anbietern. Die Software unterstützt alle gängigen Cloud-Speicherdienste und Betriebssysteme. Auf der it-sa in Nürnberg zeigt das Fraunhofer SIT vom 7. bis 9. Oktober die Version 1.0. Erhältlich ist die Software-Lösung über das Institut oder entsprechende Vertriebspartner. Weitere Informationen unter www.omnicloud.sit.fraunhofer.de 

OmniCloud verschlüsselt Daten im Unternehmensnetzwerk, bevor die Informationen in die Cloud wandern. Da der Cloud-Anbieter die kryptografischen Schlüssel nicht besitzt, sind auch sensible Daten in der Cloud sicher vor Wirtschaftsspionen. Gleichzeitig lassen sich mit OmniCloud verschiedene Speicherdienste beliebig kombinieren, und OmniCloud unterstützt auch den Anbieterwechsel.

Dadurch können Unternehmen Abhängigkeiten von Cloud-Speicherdiensten vermeiden und bleiben flexibel, um sich etwaige Kostenvorteile zu sichern. Durch automatische Dubletten-Prüfung und Komprimierung sorgt OmniCloud außerdem für eine deutliche Reduzierung der zu speichernden Datenmenge und dadurch für eine Senkung der Cloud-Kosten.

Messungen des Instituts ergaben Einsparungen beim Speicherbedarf von über 50 Prozent. „Wir haben diese Messungen unter unseren Mitarbeitern durchgeführt, die in einem typischen Team in einigen Projekten zusammenarbeiten“, sagt Michael Herfert, Abteilungsleiter am Fraunhofer SIT.

„Dadurch sinken natürlich auch die Kosten für die Cloud-Nutzung der Unternehmen. Möglich wird dies durch Komprimierung und Deduplikation.“ Die Entwickler legten zudem großen Wert auf einfache Benutzbarkeit und flexible Installation im Unternehmen. Die Mitarbeiter nutzen OmniCloud wie einen herkömmlichen Fileserver.

OmniCloud 1.0 unterstützt die Cloud-Speicherdienste Dropbox, Microsoft OneDrive, SugarSync, Google CloudStorage und Amazon S3. Das Fraunhofer SIT bietet OmniCloud in Form einer Software-Appliance direkt an, um eine sofort einsatzfähige Nutzung zu ermöglichen.

„OmniCloud ist mehr-mandantenfähig, was bedeutet, dass eine Installation ausreicht, um daraus mehrere OmniCloud-Subsysteme zu erzeugen. Das heißt, die ganze Firma greift auf bestimmte Cloud-Dienste zu, die Verwaltung aber beispielsweise möchte mit zwei anderen Diensten arbeiten. OmniCloud lässt sich dementsprechend konfigurieren.

Für jeden Mitarbeiter sieht es dann so aus, als hätte er seine eigene OmniCloud-Installation und nicht „nur“ ein Subsystem der Hauptinstallation “, erklärt Projektleiter Michael Herfert. „Wir haben alle Basisfunktionen intensiv getestet. OmniCloud läuft stabil auf allen weit verbreiteten Betriebssystemen.“

OmniCloud ist im Rahmen verschiedener Förderungen entwickelt worden: Die grundlegenden und konzeptionellen Arbeiten sind im Rahmen von EC SPRIDE entstanden, die Weiterentwicklung der Vorarbeiten zu einem Produkt wurde im Rahmen von CIRECS durchgeführt. EC SPRIDE ist das größte vom Bundesforschungsministerium geförderte Kompetenzzentrum für Cybersicherheit.

Es wird getragen von der TU Darmstadt und dem Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt. CIRECS, das Center for Industrial Research in Cloud Security, ist ein gemeinschaftliches Vorhaben des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT und des House of IT. CIRECS wird vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Oliver Küch | Fraunhofer-Institut

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