Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nvidia will mit Exaflop-Supercomputer auftrumpfen

10.08.2010
1.000-mal leistungsfähiger als heutige Systeme - Prototypen 2018 fertig

Ein Forschungsprojekt des Grafikchip-Spezialisten Nvidia arbeitet an Supercomputern auf GPU-Basis, die eine Rechenleistung im Exaflop-Bereich (über eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde) bieten. Damit wären sie etwa 1.000-mal leistungsfähiger als die derzeit stärksten Superrechner der Welt. Ziel ist, bis 2018 Prototypen einer neuen hocheffizienten Generation zu realisieren.

Das Nvidia-Projekt ist Teil des Ubiquitous High Performance Computing (UHPC) Promgram der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA). Der Forschungsarm des Pentagon fördert nicht nur das Nvidia-Projekt mit 25 Mio. Dollar, sondern hat noch drei weitere Gruppen mit der Entwicklung von Exascale-Systemen beauftragt. Sie konkurrieren im Rennen um Next-Generation-Superrechner auch mit europäischen Projekten wie am Jülich Supercomputing Centre http://www.fz-juelich.de/jsc/ (JSC).

Grafikpower

Für den Grafikspezialisten ist der DARPA-Auftrag eine Würdigung seiner Bemühungen, Grafikprozessoren als gangbare Variante für immer leistungsfähigere Supercomputer zu positionieren. In Zukunft sollen GPUs Systeme ermöglichen, die sehr hohen Anforderungen genügen. Ein erklärtes Ziel der DARPA-Initiative sind Architektur- und Softwarelösungen, die trotz höherer Leistung 100- bis 1.000-mal energieeffizienter sind als heutige HPC-Systeme.

Nvidia setzt für sein Projekt auf ein starkes Team. Dieses umfasst den Supercomputer-Spezialisten Cray ebenso wie das Oak Ridge National Laboratory http://www.ornl.gov , Standort des derzeit stärksten Superrechners "Jaguar". Die Konkurrenz ist ebenso beachtlich. Die anderen von der DARPA geförderten Projekte zur Entwicklung einer neuen HPC-Generation leiten Intel, das Massachusetts Institute of Technology Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory sowie das Sandia National Laboratory.

Internationales Rennen

Die DARPA will bis 2018 UHPC-Prototypen realisiert sehen. Der Zeitplan für den Sprung ins Exaflop-Zeitalter ist also ähnlich wie bei europäischen Projekten. Das JSC beispielsweise will mit dem bewährten Partner IBM 2019 einen Exascale-Rechner realisieren (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/100324022/). Cray wiederum strebt mit europäischen Partnern unter anderem in der Schweiz an, innerhalb eines Jahrzehnts einen Exaflop-Supercomputer zu realisieren.

Interessant wird, in welchem Ausmaß China in das Exascale-Rennen eingreifen kann. Der schlafende Drache ist im HPC-Bereich mittlerweile erwacht und trumpft mit Spitzen-Systemen auf. In der aktuellen Liste der der 500 rechenstärksten Supercomputer der Welt http://www.top500.org belegt "Nebulae" am National Supercomputing Centre in Shenzhen Rang zwei. Insgesamt bringt es China nun auf 24 Systeme in der Top-500-Liste, also ebenso viele wie Deutschland. In Sachen Gesamtperformance hat die chinesische HPC-Phalanx die deutschen Systeme bereits überflügelt. Damit liegt China in Sachen Supercomputer-Rechenleistung nur noch hinter den USA.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.darpa.mil

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Industrie 4.0: Fremde Eindringlinge im Unternehmensnetz erkennen
16.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Die Thermodynamik des Rechnens
11.04.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

20.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Digitale Medien für die Aus- und Weiterbildung: Schweißsimulator auf Hannover Messe live erleben

20.04.2018 | HANNOVER MESSE

Neurodegenerative Erkrankungen - Fatale Tröpfchen

20.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics