Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Supercomputer für Kieler Uni und GEOMAR

04.12.2014

Hochleistungsrechner für Meeres- und Klimaforschung

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), führend im Bereich des wissenschaftlichen Hochleistungsrechnens in Schleswig-Holstein, hat am Donnerstag, 4. Dezember, einen neuen Supercomputer für wissenschaftliche Anwendungen in Betrieb genommen.


Der Vektorrechner des neu angeschafften NEC-Systems.

Foto: Jürgen Haacks, CAU

Dieser wird den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der CAU und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Das neue System verfolgt dabei den wegweisenden, in den letzten Jahren in Kiel schon erfolgreich erprobten Ansatz eines Hybridrechners.

Dabei werden aus Standardkomponenten konzipierte Linux-Cluster mit einem eigens für die Anforderungen wissenschaftlicher Problemstellungen ausgelegten Vektorrechner der Firma NEC verbunden. Wie auch der Vorgänger, die NEC SX-9, wird der neue Rechner mit Standort an der CAU gemeinschaftlich von CAU und GEOMAR finanziert und betrieben.

„Die Zukunftsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland basiert auf ihrer Forschung und Technologie und damit auf den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Ingenieurinnen und Ingenieuren, die an den wissenschaftlichen Einrichtungen optimale Bedingungen vorfinden müssen“, erklärt Dr. Holger Marten, Geschäftsführer des Rechenzentrums an der CAU.

In diesem Umfeld gewinne die Nutzung höchst leistungsfähiger Rechner für wissenschaftliche Anwendungen als drittes Standbein neben Theorie und Experimenten zunehmend an Bedeutung. Dr. Andreas Lehmann, Leiter des GEOMAR-Rechenzentrums, pflichtet ihm bei: „Dies gilt besonders für anwendungsnahe Disziplinen aus dem Bereich der Meeres- und Klimaforschung, in denen die Komplexität der zu lösenden Probleme anders nicht mehr handhabbar wäre.“

Auch der Präsident der CAU, Professor Lutz Kipp, ist von der Neuanschaffung begeistert: „Die Anschaffung des neuen Hochleistungsrechners durch die CAU und das GEOMAR ist ein zu begrüßender Fortschritt für das ganze Land Schleswig-Holstein – und darüber hinaus, denn er ermöglicht zuvor nicht zu erzielende wissenschaftliche Resultate und Einsichten. Zudem ist ein solches Hightech-Werkzeug auch ein ökonomisch relevanter Standortvorteil bei der Unterstützung von Technologieentwicklungen der lokalen Wirtschaft.“

Weitere Informationen zu dem Computer:
Das System besteht aus zwei Komponenten, einem LINUX-Cluster mit 1856 Rechenkernen und einem speziell für wissenschaftliche Anwendungen entwickelten Vektorrechner mit 1024 Vektorkernen, welche durch einen gemeinsamen Massenspeicher, basierend auf dem NEC-Filesystem ScaTeFS mit 1,5 PetaByte Kapazität, sowie diverse Softwarefunktionalitäten, zum Beispiel Batch-Server und Scheduler, hochgradig integriert sind. Dieses sogenannte Hybrid-System erlaubt es, unterschiedliche Aufgaben ohne großen administrativen Aufwand auf der jeweils geeignetsten Hardware bearbeiten zu können. Dieses erfolgreiche Konzept wurde mit der CAU Kiel und dem GEOMAR in der Vergangenheit entwickelt. Die Kieler Uni nimmt hier eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2009 differenziert sie sich vom monotonen Trend ausschließlicher x86-Prozessor-Landschaften.

Diese Form der Vektorarchitektur eignet sich besonders für Anwendungen, in denen eine oder mehrere identische Rechenoperationen auf vielen gleichartigen Daten (in einem Vektor oder Array) ausgeführt werden, und die in hohem Maße von der Speicherbandbreite, also der Fähigkeit, die Daten aus dem Speicher zur Verarbeitung in den Prozessor zu laden, abhängen. Diese Anforderungen ergeben sich häufig für wissenschaftliche Programme, in diesem Fall für Anwendungen aus dem Bereich der Meereswissenschaften und Klimaforschung, und sind oft nicht in adäquatem Maße durch auf Standardkomponenten beruhende LINUX-Cluster zu befriedigen.

Bilder stehen zum Download bereit:

1. www.uni-kiel.de/download/pm/2014/2014-401-1.jpg
Bildunterschrift: Die Kooperationspartner von CAU und NEC bei der Einweihung des neuen Rechners (v.l): Ralf Bröck (ehemaliger Leiter des CAU-Rechenzentrums), Yuichi Kojima (Head of System Integration and Support at NEC Deutschland), Dr. Holger Marten (Leiter des CAU-Rechenzentrums), Tomayasu Nishimura (General Manager of NEC Tokyo IT Platform Division) und Dr. Andreas Lehmann (Leiter des GEOMAR Rechenzentrums).
Foto: Sebastian Maas, CAU

2. www.uni-kiel.de/download/pm/2014/2014-401-2.jpg
Bildunterschrift: Der Vektorrechner des neu angeschafften NEC-Systems.
Foto: Jürgen Haacks, CAU

3. www.uni-kiel.de/download/pm/2014/2014-401-3.jpg
Bildunterschrift: Der Vektorrechner bildet zusammen mit dem….
Foto: Sebastian Maas, CAU

4. www.uni-kiel.de/download/pm/2014/2014-401-4.jpg
Bildunterschrift: …LINUX-Cluster und dem…
Foto: Sebastian Maas, CAU

5. www.uni-kiel.de/download/pm/2014/2014-401-5.jpg 
Bildunterschrift: … NEC-Filesystem den Hybridrechner, welcher zum Beispiel bei der Errechnung von Klimamodellen zum Einsatz kommt.
Foto: Sebastian Maas, CAU

Weitere Informationen:
Die 1987 gegründete NEC Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Düsseldorf ist eine hundertprozentige Tochter der NEC Corporation (Tokyo, Japan). Das Produktportfolio umfasst Supercomputer und Hochleistungsrechner, Telekommunikations- und IT-Lösungen sowie biometrische Sicherheitslösungen für Unternehmen und staatliche Institutionen. www.nec.com/de

Ansprechpartner für die Medien:

Dr. Holger Marten
Geschäftsführer des CAU-Rechenzentrums
Tel: 0431 / 880 - 1020
E-Mail: marten@rz.uni-kiel.de

Dr. Andreas Lehmann
Leiter des GEOMAR-Daten- und Rechenzentrums
Tel.: 0431 / 600 - 1566
E-Mail: alehmann@geomar.de

Dr. Rudolf Fischer
NEC Deutschland GmbH
Tel.: 0211 / 5369 - 302
E-Mail: Rudolf.Fischer@emea.nec.com

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski, Text: Sebastian Maas, Holger Marten, Andreas Lehmann
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: presse@uv.uni-kiel.de, Internet: www.uni-kiel.de
Link zur Meldung:
www.uni-kiel.de/pressemeldungen/index.php?pmid=2014-401-nec-cau-geomar 

Sebastian Maas | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Volle Konzentration am Steuer
25.11.2016 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Warum Reibung von der Zahl der Schichten abhängt
24.11.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie