Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Mobilfunkstandard für die Informationsgesellschaft 2020

20.02.2013
Die Zeit zur Erforschung und Entwicklung der 5-ten Mobilfunkgeneration ist gekommen.

Das Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik der Universität Bremen (TZI) ist einer von 29 Projektpartnern im EU-Leuchtturm-Projekt „METIS“, das mit rund 16 Millionen Euro gefördert wird.

Vertreten sind zahlreiche weltmarktführende Mobilfunkkonzerne und Netzbetreiber, die Automobilindustrie sowie namhafte europäische Forschungsinstitute. Während der Mobilfunkstandard LTE aktuell in Deutschland eingeführt wird, werden mit „METIS“ bereits die Weichen gestellt für die nächste Generation „5G“ eines mobilen und drahtlosen Kommunikationssystems ab 2020. Ziel ist es, das rasant steigende Datenvolumen und die ebenfalls stark zunehmende Zahl vernetzter Geräte zukünftig zu bewältigen und die Kommunikation von Mensch und Maschine sowie von Maschine zu Maschine effizient, sicher und komfortabel zu ermöglichen.

Mobile und drahtlose Kommunikationssystemen sind heutzutage Schlüsseltechnologien einer modernen Gesellschaft und die gesellschaftliche Weiterentwicklung wird auch in Zukunft den Umgang mit Kommunikationssystemen deutlich verändern. Neue Anwendungen, wie zum Beispiel im Bereich der Verkehrssicherheit (intelligent transport-systems), im Gesundheitswesen (e-health) oder auch in der Weiterbildung (e-learning), werden das Datenaufkommen weiter rasant steigen lassen. „Schauen sie sich an, welche Auswirkungen die Einführung des Smartphones hat. Vor zehn Jahren hätte es doch kaum jemand für möglich gehalten, dass dieser mobile Computer das soziale Verhalten einer Gesellschaft, etwa durch Social Media, derart verändert. Die Datenraten für soziale Netzwerke explodieren förmlich“, erläutert Armin Dekorsy, Professor für Nachrichtentechnik am Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen.

Die mobile Kommunikation zwischen Menschen ist nur ein wichtiger Aspekt. Eine weitere zentrale Herausforderung für zukünftige Kommunikationssysteme besteht in der Bereitstellung einer zuverlässigen, komfortablen und sicheren Interaktion zwischen Mensch und Maschine sowie auch zwischen Maschinen. „Das „Internet der Dinge“ (Internet-of-Things) mit mehreren Milliarden an verbundenen Maschine-zu-Maschine Endgeräten wird innovative Anwendungen hervorbringen, welche die Gesellschaft sozial und ökonomisch weiterentwickeln. Auch der stets immense Bedarf des Menschen, Informationen über unsere Umwelt zu erfassen und zu sammeln, wird zu weiteren neuen Applikationen auf dem Smartphone führen, welche weit über die heutzutage üblichen Wetter- oder Verkehrsdienste hinausgehen“, erklärt Dekorsy.

Im Projekt „METIS“ will das Konsortium den Grundstein legen für einen zukünftigen, einheitlichen europäischen Mobilfunkstandard „5G“, um damit die europäische Führung im Bereich mobiler und drahtloser Kommunikation weltweit sicher zu stellen. Dafür werden grundlegende neue Lösungen bereitgestellt, die den Bedürfnissen der Zukunft nach 2020 entsprechen. Die TZI-Arbeitsgruppe Nachrichtentechnik unter Leitung von Professor Dekorsy erforscht im Rahmen von „METIS“ neue Übertragungsverfahren, welche ein hohes Datenvolumen zuverlässig auch in der Fläche und damit in ländlichen Regionen bereitstellen. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Erforschung innovativer Übertragungstechnologien zur Maschine-Maschine-Kommunikation. Die dabei im Vordergrund stehenden Anwendungsfelder sind die Industrieautomatisierung und die Medizintechnik. „Hier geht es nicht darum, große Datenmengen zu übertragen, etwa ein Video herunterzuladen. Vielmehr braucht es eine zeitkritische und sporadische Übertragung mit geringer Datenmenge, wie etwa bei der Temperatur oder dem Herzschlag eines Menschen, die absolut zuverlässig und leistungseffizient funktioniert“, sagt Dekorsy. „Das Projekt „METIS“ bietet hierzu den idealen Rahmen und durch die Zusammenarbeit mit bedeutenden Industrieunternehmen der Mobilfunkbranche werden diese innovativen Ansätze aus der Forschung in die Vorstandardisierung zeitnah transferiert.“

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik der Universität Bremen (TZI)
Prof. Dr. Armin Dekorsy
Tel. 0421/218-62400
E-Mail: dekorsy@ant.uni-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.metis2020.com
http://www.uni-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Mit Virtual-Reality-Brille und Avatar in digitale Welten eintauchen
30.06.2015 | Virtual Dimension Center Fellbach w. V.

nachricht "Verstecktes Internet": Empfehlungen an Wirtschaft und Politik für verbesserten Privatheitsschutz
30.06.2015 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forschungsschiff Heincke seit 25 Jahren im Dienst der Wissenschaft

Ein Vierteljahrhundert alt, über 900.000 Kilometer (488.842 nautische Meilen) gefahren und trotzdem auf dem neuesten wissenschaftlichen und technischen Stand: Die Indienststellung des Forschungsschiffes Heincke jährt sich am 8. Juli 2015 zum 25. Mal.

Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), das die Heincke betreibt, nehmen ebenso regelmäßig an...

Im Focus: Solardächer produzieren Strom für Fahrzeuge

Studentische Industriekooperation zwischen HAW Hamburg und Webasto erarbeitet Ergebnisse für EU-Zertifizierungsprozess von Solardächern zur Verbesserung der Öko-Bilanz von Fahrzeugen.

Unter der Leitung von Dr.-Ing. Volker Skwarek, Professor für technische Informatik an der HAW Hamburg, erarbeiteten sechs Studierende des...

Im Focus: Viaducts with wind turbines, the new renewable energy source

Wind turbines could be installed under some of the biggest bridges on the road network to produce electricity. So it is confirmed by calculations carried out by a European researchers team, that have taken a viaduct in the Canary Islands as a reference. This concept could be applied in heavily built-up territories or natural areas with new constructions limitations.

The Juncal Viaduct, in Gran Canaria, has served as a reference for Spanish and British researchers to verify that the wind blowing between the pillars on this...

Im Focus: Aus alt mach neu - Rohstoffquelle Elektroschrott

Der Markt für Unterhaltungselektronik boomt: Rund 60 Millionen Fernsehgeräte wurden im letzten Jahr in Europa verkauft. Früher oder später werden sie zurückkehren – als Elektroschrott.

Die Recycling-Industrie hat darauf reagiert: Kupfer, Aluminium, Eisen- und Edelmetalle sowie ausgewählte Kunststoffe werden bereits wiederverwertet. Allerdings...

Im Focus: Radar schützt vor Weltraummüll

Die Bedrohung im All durch Weltraummüll ist groß. Aktive Satelliten und Raumfahrzeuge können beschädigt oder zerstört werden. Ein neues, nationales Weltraumüberwachungssystem soll ab 2018 vor Gefahren im Orbit schützen. Fraunhofer-Forscher entwickeln das Radar im Auftrag des DLR Raumfahrtmanagement.

Die »Verkehrssituation« im All ist angespannt: Neben unzähligen Satelliten umkreisen Weltraumtrümmer wie beispielsweise ausgebrannte Raketenstufen und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Flurförderzeuge im Zeichen der Zeit

03.07.2015 | Veranstaltungen

Aktuelles aus Forschung und Betrieb: 27. Deutscher Flammentag

02.07.2015 | Veranstaltungen

Call for ideas: Gute Ideen für bessere Städte

02.07.2015 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Siemens erhält Auftrag für Offshore-Windkraftwerk in Großbritannien

03.07.2015 | Unternehmensmeldung

Flurförderzeuge im Zeichen der Zeit

03.07.2015 | Veranstaltungsnachrichten

Kompakter Time Converter für zuverlässigen Einsatz in rauen Umgebungen

03.07.2015 | Energie und Elektrotechnik