Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Konzepte zur Produktionsentwicklung

22.06.2012
Die Einstein Stiftung Berlin fördert das Forschungsvorhaben „Rethinking Prototyping – neue hybride Konzepte zum Prototypen“. Gestalter und Ingenieure der Universität der Künste und der Technischen Universität Berlin forschen gemeinsam an der Produktionsentwicklung der Zukunft.

Wer vor zwanzig Jahren ein Auto kaufte, suchte sich einen Serienwagen aus, der ihm einigermaßen gefiel. Wer sich heute einen Neuwagen zulegen will, wählt aus dutzenden Sitzpolstern, Scheiben und Airbags. In Zukunft passen sich die Produkte fortwährend unseren Bedürfnissen an, gestalten wir unsere Fahrzeuge möglicherweise selbst.

Ein Auto wird damit zu einem sogenannten „hybriden Leistungsbündel“, bei dem Sach- und Dienstleistungen verschmelzen. Im Projekt „Rethinking Prototyping“ untersuchen Berliner Gestalter und Ingenieure, welche Anforderungen die Entwicklung von hybriden Produkten an sie stellt, und welche Rolle Prototypen zukünftig einnehmen. Die Einstein Stiftung Berlin unterstützt das gemeinsame Projekt der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) und der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) als „Einstein Forschungsvorhaben“.

Initiiert wurde das Projekt im Rahmen der „Hybrid Plattform“ von Professor Christoph Gengnagel von der UdK (Konstruktives Entwerfen und Tragwerksplanung) und TU-Professor Rainer Stark (Industrielle Informationstechnik). Die Hybrid Plattform bündelt seit März 2011 transdisziplinäre und multiperspektivische Projekte auf dem Campus Charlottenburg. An der Forschungskooperation beteiligen sich mehrere Institute der Fakultät Gestaltung an der UdK Berlin und der Fakultäten Verkehrs- und Maschinensysteme sowie Elektronik und Informatik an der TU Berlin. Darüber hinaus sind die Deutsche Telekom Laboratories und das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik eingebunden.

Im Mittelpunkt von „Rethinking Prototyping“ steht das Konzept des Prototypen, dem Urbild einer Produktionsreihe. Er war bisher ein zentrales Element in gestalterischen und technischen Prozessen. Wie das Zeitalter hybrider Produkte die Rolle des Prototypen verändert, werden bei „Rethinking Prototyping“ drei gemischte Forschergruppen untersuchen. „Die gemeinsame Forschung innerhalb der Hybrid Plattform und in Kooperation mit der Kreativwirtschaft ermöglicht ein bisher nicht dagewesenes Innovationspotential“, sagt Rainer Stark.

Mit dem Programm „Einstein-Forschungsvorhaben“ unterstützt die Einstein Stiftung Berlin international herausragende Kooperationsprojekte der Berliner Universitäten und der Charité. Der Schwerpunkt liegt dabei auf wagemutigen, hochinnovativen Vorhaben.

Die Einstein Stiftung Berlin wurde 2009 vom Land Berlin eingerichtet, um Wissenschaft und Forschung in Berlin auf internationalem Spitzenniveau zu fördern.

Christian Martin | idw
Weitere Informationen:
http://www.einsteinfoundation.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte
23.10.2017 | Universität Bielefeld

nachricht IT-Sicherheitslücken – Gefahr für die Produktionstechnik
23.10.2017 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie