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Das Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) legt mit der Gruppe "Smart Civil Security" den Grundstein für sein neues, finanziell eigenständiges Forschungsgebiet "Zivile Sicherheit".
Die Gruppe erforscht, wie zivile Sicherheit durch Computer unterstützt werden kann. Im Fokus stehen zwei Schwerpunkte: Konzepte der Mensch-Computer-Interaktion für Leitungs- und Koordinationsaufgaben in Stresssituationen bei Notfällen und Katastrophen sowie neue Verfahren zur automatischen Lageerfassung und -darstellung bei Rettungseinsätzen.
Prof. Dr. Max Mühlhäuser (Leiter des Fachgebiets Telekooperation an der TU Darmstadt und CASED-Direktoriumsmitglied) sowie Gruppenleiter Dirk Bradler koordinieren die Arbeiten. Eine Expertengruppe plant und lenkt in dem eigens gegründeten Steering Committee "Civil Security Research" die weitere Entwicklung des Forschungsgebiets.
"Bei einer Katastrophe müssen die Einsatzkräfte, die Versorgung von Verletzten und die Erfassung der Lage am Katastrophenort schnell und sachgerecht koordiniert werden", veranschaulicht Bradler das Forschungsthema. Zuverlässige Verfahren zur digitalen Erfassung und Übertragung von Einsatzkoordinaten und Anweisungen können die Einsatzkräfte zukünftig unterstützen und helfen, stressbedingte Fehler zu vermeiden. Die Wissenschaftler beschäftigen sich unter anderem mit Sensornetzen für Ersthelfer und Einsatzgebiete und mit sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerken für Katastropheneinsätze.
Zeitersparnis und Informationsaufbereitung durch IT-Systeme kann Leben retten
"Langfristiges Ziel der Gruppe ist es, die Qualität von Entscheidungen, die in Ausnahmesituationen unter hohem Druck getroffen werden müssen, deutlich zu erhöhen", erklärt Prof. Mühlhäuser. "Einsatzkräfte sollen auf Umgebungsinformationen zurückgreifen können, die automatisch erhoben und bereitgestellt werden. Zum Beispiel müssen die aktuelle Position von Helfern und der Gesundheitszustand der Opfer innerhalb des Einsatzgebiets zuverlässig erfasst und angezeigt werden." Innovative Mensch-Computer-Interaktion sowie neue Software- und Kommunikationskonzepte sollen schnellere und fundiertere Entscheidungen ermöglichen. Diese sollen ohne Zeitverzug den Ausführenden 'mundgerecht' zugeleitet werden. Ihre Aktivitäten im Bereich Lageerfassung und Interaktion unter Stress wollen die Forscher im nächsten Schritt auch auf kritische Infrastrukturen ausdehnen, wie zum Beispiel den Bereich "Sichere Passagierflüsse".
Vorteil durch Vernetzung
"CASED bietet uns durch seine zentrale Position das ideale Forschungsumfeld mit engen Kontakten zu Kollegen des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT, der Hochschule Darmstadt und zu externen Partnern", erläutert Prof. Mühlhäuser die Entscheidung. "Wir freuen uns über diese wichtige Ergänzung der CASED-Forschungsbereiche", erklärt Prof. Johannes Buchmann, Direktor von CASED. Die neue CASED-Gruppe "Smart Civil Security" wird durch das SAP Research Center Darmstadt und die TU Darmstadt finanziert. Hinzu kommen Mittel der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG).
"Steering Committee Civil Security Research" gegründet
Für den thematischen und strategischen Ausbau des neuen Forschungsgebietes wurde das "Steering Committee Civil Security Research" gegründet. Darin haben sich namhafte Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammengeschlossen, die in Darmstadt und Umgebung an speziellen Fragestellungen der Zivilen Sicherheit forschen. Ihr Ziel ist es, die Darmstädter Expertise optimal zu nutzen und kooperative Zukunftsprojekte sowie die langfristige Finanzierung des neuen CASED-Forschungsgebietes voranzutreiben. Die Mitglieder sind Forscher und Forscherinnen der TU Darmstadt, der Hochschule Darmstadt, des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT und des Fraunhofer-Instituts für grafische Datenverarbeitung IGD. Weiterhin beteiligt sind hochrangige Vertreter der Industrie.
MI-Nr.103/2009
Jörg Feuck | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.tu-darmstadt.de/
Weitere Berichte zu: Civil Security Research > Committee for Advanced Therapies > Informationstechnologie > Katastropheneinsätze > Lageerfassung > Mensch-Computer-Interaktion > Peer-to-Peer-Netzwerke > Security Forum > Sichere Informationstechnologie > smart bridges > Software- und Kommunikationskonzepte
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