Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MWC 2010: Lokalisieren mit awiloc

11.02.2010
Für die WLAN-Lokalisierungstechnologie awiloc stellen Fraunhofer-Forscher neue Werkzeuge und ein abgestimmtes Dienstleistungsangebot zum Aufbau von Referenzdatenbanken für einen europaweiten Einsatz vor.

Damit können auch Partner Lokalisierungslösungen und -dienste in Städten und Gebäuden realisieren. Wie Sie awiloc auf ihrer Endgeräteplattform für Ihr eigenes Navigations-, Ortungs- oder Leitsystem einsetzen können, zeigen Ihnen die Experten auf dem Mobile World Congress 2010 (Halle 2, Stand E41).

Die awiloc-WLAN-Lokalisierungstechnologie ist eine Software für Navigationsgeräte und Mobiltelefone. Sie benutzt dazu die in Städten und Gebäuden flächendeckend existierenden WLAN-Sender. Die awiloc-Software auf dem mobilen Endgerät misst die Feldstärkenverteilung dieser WLAN-Sender und ermittelt auf Basis dieser Werte autark, das heißt ohne Datenkommunikation, ihre eigene Position. Selbst wenn die Funknetze geschützt sind, funktioniert die Ortsbestimmung - denn die Geräte müssen sich nicht einwählen. Für die Positionsbestimmung nutzt die Software eine elektronische Karte, die Referenzdaten mit Feldstärkeinformationen der anonymen WLAN-Sender enthält.

"Mit unserem umfangreichen Softwarebaukasten können Lizenznehmer einfach ihre eigene Navigations- und Ortungslösungen realisieren", weiß Steffen Meyer, verantwortlich für die Entwicklung von awiloc in der Abteilung Kommunikationsnetze am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Nürnberg. "Wir schaffen so für unsere Partner die Möglichkeit, eigene Referenzdaten zu gewinnen und neue Dienstleistungen anzubieten. Partner, welche eher die Anwendung im Blickfeld haben, können bei uns die bereits vorhandenen Referenzdaten deutscher Innenstädte lizenzieren."

"Die Positionsbestimmung ist die Voraussetzung für alle denkbaren Anwendungen: für Stadt- oder Museumsführer, für barrierefreie Routenführung, für Notrufsysteme, die dem Einsatzteam den Ort des Verletzten gleich mitliefern, für Shopping-, Restaurant- und Kinoführer oder Systeme für Messebesucher, die nach einem bestimmten Stand suchen", erklärt Meyer. "Zusammen mit unseren Partnern wurden diese Lösungen bereits in Deutschland realisiert. Nun sollen Anwendungen in Europa folgen. Aus unserer etablierten Testumgebung WLAN-Lokalisierung wird mehr und mehr ein offenes Konsortium, das Partner in Europa sucht, um gemeinsam neue ortsabhängige Dienste umzusetzen."

Für kommerzielle Anwender stehen aktuell die Plattformen Win-dows Mobile und Android zur Verfügung. Das iPhone wird ab Sommer unterstützt. Plattformunabhängig entwickelt, lässt sich die Technologie beim IIS lizenzieren und in gängige Navigations- oder Mobilfunkgeräte integrieren.

Über awiloc:
Die awiloc-Technologie wird durch Industrieunternehmen, Anwender und Forschungspartner in einem offenem Konsortium weiter entwickelt und zur Anwendung gebracht. Dazu zählen unter anderem Deutschlands führender Anbieter und Betreiber von Verzeichnislösungen IT2media, der führende Anbieter von Telematik- und elektronischen Zahlungssystemen für Busse und Bahnen init, der Anbieter von Karten- und Routen-Services Map and Route und der Anbieter von audiovisuellen Führungssystemen art2guide.

Karin Loidl | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.awiloc.de
http://www.awiloc.com
http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2010/02/navigation-awiloc-mwc.jsp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Intelligente Videoüberwachung für mehr Privatsphäre und Datenschutz
16.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Ein „intelligentes Fieberthermometer“ für Mikrochips
16.01.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2018

17.01.2018 | Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

Fachtagung analytica conference 2018

15.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Projekt "HorseVetMed": Forscher entwickeln innovatives Sensorsystem zur Tierdiagnostik

17.01.2018 | Agrar- Forstwissenschaften

Seltsames Verhalten eines Sterns offenbart Schwarzes Loch, das sich in riesigem Sternhaufen verbirgt

17.01.2018 | Physik Astronomie

Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

17.01.2018 | Physik Astronomie