Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MONA macht neuen Personalausweis mobil - Forscher der TU Darmstadt bringen Handys Kartenlesen bei

05.08.2011
Wissenschaftler der TU Darmstadt am Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) haben die erste mobile eID-Applikation „MONA“ für den neuen Personalausweis entwickelt. Anstelle von Computer und Kartenleser benötigen Nutzer des neuen Personalausweises zukünftig nur noch ein modernes Smartphone für den sicheren elektronischen Identitätsnachweis.

Die in einem Projekt der Deutschen Telekom Laboratories in Zusammenarbeit mit T-Systems und der media transfer AG entwickelte erste Version der Software wollen die Wissenschaftler in den kommenden Monaten im Zuge eines Open-Source Projektes veröffentlichen und mit interessierten Programmiererinnen und Programmierern für verschiedene Smartphones, z. B. für Android-Handys, weiterentwickeln.

MONA steht für „Mobile Authentisierung mit dem neuen Personalausweis“ und ist eine Java ME Applikation für mobile Endgeräte. Die erste Version der App läuft auf dem Nokia-Modell 6212 und kann leicht für andere Modelle angepasst werden. Moritz Horsch hat die Software zusammen mit Dr. Alexander Wiesmaier und Johannes Braun in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Johannes Buchmann entwickelt und will so den Einsatz des Ausweises vereinfachen: „Die eID-Funktion des neuen Personalausweises kann viele Internetdienste sicherer und transparenter machen, die momentan nur Benutzername und Passwort als Identitätsnachweis verlangen, zum Beispiel für Online-Einkäufe. Mit unserer App können bald alle Besitzer geeigneter Smartphones die Funktion nutzen, egal ob zuhause oder unterwegs“, so Horsch.

Smartphone ersetzt Computer und Kartenleser

Bisher benötigte jeder, der die eID-Funktion nutzen wollte, einen Computer mit installierter eID-Software und einen entsprechenden Kartenleser. Die sogenannte Near Field Communication (NFC) Technologie ermöglicht es modernen Handys, mit dem kontaktlosen Chip im neuen Personalausweis zu kommunizieren. NFC-fähige Smartphones übernehmen so die Funktion von Computer und Kartenleser und erlauben eine mobile Nutzung des Personalausweises. Als App bringt MONA die einzelnen Komponenten auf dem Smartphone dazu, miteinander zu kommunizieren und bietet den Nutzern Möglichkeiten zur Interaktion. So kann für jeden Dienst individuell entschieden werden, welche Daten übertragen werden dürfen. Die Forscher haben nicht nur die Nutzer im Blick: „MONA macht den elektronischen Identitätsnachweis auch für Anbieter von Internetdiensten interessanter, weil das Smartphone viel näher am Alltag der Nutzer ist als ein entsprechender Kartenleser“, erklärt Wiesmaier.

Hinweis an die Redaktionen
Ein Pressefoto der MONA-App kann im Internet unter www.cased.de heruntergeladen werden.
Pressekontakt
Dr. Alexander Wiesmaier
06151 16 37271
alexander.wiesmaier@cased.de
Anne Grauenhorst
Public Relations
CASED
06151 16 6185
anne.grauenhorst@cased.de

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.cased.de
http://www.cdc.informatik.tu-darmstadt.de/mona

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Analyse komplexer Biosysteme mittels High-Performance-Computing
13.12.2017 | Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.

nachricht Roboter-Navigation über die Cloud
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften