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Mit Virtual-Reality-Brille und Avatar in digitale Welten eintauchen

30.06.2015

In den vergangenen zwei Jahren hat der Virtual-Reality-(VR)-Sektor einen wahren Boom erlebt und es werden derzeit zahlreiche neue Technologien zur Marktreife gebracht. Die Lightshape GmbH & Co. KG mit Sitz in Stuttgart gehört zu den Vorreitern im Bereich VR. 

Am 30. Juli 2015 veranstaltet das Unternehmen in Kooperation mit dem Virtual Dimension Center (VDC) Fellbach ein spannendes Programm anlässlich der Eröffnung seines neuen virtuellen Showrooms. Neben einem Ausblick auf virtuelle Techniken in der Industrie können Gäste den virtuellen Showroom hautnah erleben und ausprobieren.


Interaktion über einen Avatar im virtuellen Showroom

Lightshape


Aufbau des virtuellen Showrooms

Lightshape

Derzeit strömen diverse Hersteller auf den Markt, die mit unterschiedlichen Lösungen für VR-Brillen mitunter sehr realistische Erlebnisse zu einem moderaten Preis anbieten. Mit einer herkömmlichen VR-Brille sind Anwender allerdings nach wie vor über ein Kabel an einen PC gebunden – oder müssen auf mobile, Smartphone-basierte Lösungen zurückgreifen, die über wenig Rechenleistung verfügen.

Lightshape hat nun einen virtuellen Showroom eingerichtet, der die vorhandenen Lösungen verbessert und erweitert. Im Rahmen des Launch-Events am 30. Juli 2015 können Besucher aus der Wirtschaft dieses sogenannte „Holodeck“ erstmals besichtigen und ausprobieren. Außerdem stehen die Zukunft und die Potenziale der Virtuellen Realität im Vortragsteil im Fokus. Roland Blach, Leiter des Competence Center Virtual Environments am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), spricht über „Die Bedeutung des aktuellen Consumermarkt-getriebenen Virtual Reality Trends für die industrielle Praxis“.

Holodeck kombiniert Oculus Rift und Infrarot-Tracking

Ähnlich wie andere Ansätze basiert das Holodeck auf der VR-Brille „Oculus Rift“, verwendet aber im Gegensatz zu den bekannten Anlagen nicht das erste Development KIT (DK1), sondern die neuere VR-Brille (DK2) mit doppelter Auflösung, was den visuellen Eindruck deutlich verbessert. Kombiniert wird die Brille mit einem optischen Infrarot-Tracking-System.

So können sich Nutzer in einem begrenzten Raum völlig frei in der Virtualität bewegen – ebenso, wie man es im realen Leben gewohnt wäre. Bei diesem Prototypen wurde darauf geachtet, dass die einzelnen Komponenten sich in einem vergleichsweise niedrigen Kostenrahmen bewegen, damit auch kleinere Unternehmen derartige Anlagen nutzen können.

Versuche mit Interaktionsmöglichkeiten und Eingabemedien

Derzeit wird bei Lightshape mit diversen Anwendungen experimentiert, bei denen mehrere User zusammen die virtuelle Welt erforschen und mit ihr interagieren können. Parallel kann der User-View auch auf einen zusätzlichen Screen übertragen werden, damit Dritte ebenfalls einen Eindruck von dem Gesehenen bekommen und gegebenenfalls in Diskussionen mit eingebunden werden können.

Als Repräsentanz in der Virtualität steht ein Avatar zur Verfügung, damit die User in der virtuellen Welt auch Bezug zueinander nehmen können. Dabei werden handgehaltene Controller zur Interaktion verwendet. Alternativ steht auch eine Erweiterung zur Verfügung, die einen Motion Sensor integriert, so dass der User mit der bloßen Hand Einfluss auf seine virtuelle Umwelt nehmen kann.

Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für das Holodeck

Abgesehen von den naheliegenden Gaming-Szenarien sind die Einsatzmöglichkeiten einer solchen Anlage gerade in der Industrie sehr vielfältig. Im Bereich Virtual Engineering lassen sich zahlreiche Anwendungsfelder erschließen: von Schulungen über das Prüfen von Anlagen bis hin zu „Critical Design Reviews“ von Prototypen. Aber auch im Bereich Marketing und Sales lassen sich damit neuartige Konfiguratoren generieren, beispielsweise für Fahrzeuge oder Einrichtungshersteller.

Auch architektonische Strukturen lassen sich zum Leben erwecken, sowohl als Visualisierung von Gebäuden in der Planung als auch von antiken Bauwerken. „Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt“, beschreibt Robin Wenk, Geschäftsführer von Lightshape den virtuellen Showroom, „wir von Lightshape sind gespannt, welche Einsatzfelder und virtuellen Erlebnisse in der nächsten Zeit entstehen werden.“

Holodeck Launch Event am 30.07.2015

Einen Eindruck von der Technologie und ihren Anwendungen bekommen die Gäste der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, 30. Juli 2015 ab 17 Uhr in den Räumlichkeiten von Lightshape in der Schockenriedstr. 4 in 70565 Stuttgart.

Das Veranstaltungsprogramm im Überblick:

17:00 Uhr - Begrüßung
Robin Wenk, Geschäftsführer, Lightshape GmbH & Co. KG

17:15 Uhr - Vortrag „Die Bedeutung des aktuellen Consumermarkt-getriebenen Virtual Reality Trends für die industrielle Praxis“
Roland Blach, Leiter Competence Center Virtual Environments, Fraunhofer IAO

17:45 Uhr - Demonstration des virtuellen Showrooms und Hands-on

anschließend Get-Together

Profil Lightshape
Die Lightshape GmbH & Co. KG ist ein Team aus Medienexperten, Architekten und Programmierern, dessen Ziel es ist, für seine Kunden herausragende 3D Visualisierungen zu entwickeln. In enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern entstehen digitale Lösungen für Print, Film, mobile Endgeräte, Web und virtuelle Realitäten. Das Team hat umfassende Erfahrung und große Begeisterung dafür, neueste Technologien mit visuell hochwertigen Eindrücken zu verbinden, um schöne und erfrischende Erlebnisse mit Inhalt zu generieren. Auf die professionelle Unterstützung durch Lightshape setzen bereits zahlreiche Agenturen und namenhafte Kunden aus den Bereichen Automotive, Architektur, Industrie, Produkt-Design sowie kleine und mittelständische Unternehmen.

Profil VDC Fellbach
Das Virtual Dimension Center (VDC) ist Deutschlands führendes Kompetenznetzwerk für Virtuelles Engineering. Technologielieferanten, Dienstleister, Anwender, Forschungseinrichtungen und Multiplikatoren arbeiten im VDC-Netzwerk entlang der gesamten Wertschöpfungskette Virtuelles Engineering in den Themen 3D-Simulation, 3D-Visualisierung, Product Lifecycle Management und Virtuelle Realität zusammen. Die Mitglieder des VDC setzen auf eine höhere Innovationstätigkeit und Produktivität durch Informationsvorsprung und Kostenvorteile.

Weitere Informationen:

http://www.vdc-fellbach.de/kalender/9aeb5874-f1a0-289d-8f0d-535efb184a4c
https://idw-online.de/de/event51352

Marina Häckler | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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