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Ministerin stellt beim IT-Gipfel Forschungsschwerpunkte vor

20.11.2008
Schavan: "Größere IT-Sicherheit durch gezielte Forschung"

"Die globale Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die Realwirtschaft zeigen uns deutlich: Wir müssen mehr in Forschung und in Entwicklung investieren. Den Informations- und Kommunikationstechnologien IKT als Innovationstreibern kommt dabei eine besondere Rolle zu", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Donnerstag anlässlich des 3. IT-Gipfels in Darmstadt.

Neuer Schwerpunkt der Forschungsförderung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien soll nach Aussage der Ministerin die IT-Sicherheit sein. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesinnenministerium (BMI) haben sich jetzt in einer gemeinsamen Erklärung darauf geeinigt, im Bereich der IT-Sicherheitsforschung noch enger zusammenzuarbeiten.

Bis Anfang 2009 soll ein Arbeitsprogramm vorliegen. Für eine Laufzeit von fünf Jahren wird das BMBF zunächst 30 Millionen Euro an Fördermitteln bereitstellen.

"Wir müssen das Internet sicherer und zuverlässiger machen und noch besser den Datenschutz gewährleisten. Wir müssen darüber diskutieren, wie der Staat die Daten der Bürger und die vernetzten IT-Systeme insgesamt schützen kann. Gleichzeitig müssen wir aber auch die Bürgerinnen und Bürger sensibilisieren", sagte Schavan. "Schon wenn wir die Ziele definieren, müssen gesellschaftliche Fragestellungen in die Entwicklungen eingebunden sein. Das muss Entwicklungen antreiben. Nachträglich um Akzeptanz zu werben für Technologien, das funktioniert nicht."

BMBF stellt in Darmstadt auch IT-Projekt zum Krisenmanagement vor
Auf dem IT-Gipfel präsentiert das Bundesforschungsministerium ein Forschungsprojekt zur IT-Unterstützung beim Krisenmanagement von Katastrophen wie zum Beispiel extremem Hochwasser oder Chemieunfällen. Das Projekt SoKNOS soll eine Plattform entwickeln, damit Einsatz- und Sicherheitskräfte schnell, koordiniert und vorausschauend zusammenarbeiten können. Dafür stellt das Bundesforschungsministerium 10,8 Millionen Euro zur Verfügung.

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